Bautzener OB verurteilt angeblichen Brandanschlag

Ungeklärtes Feuer auf Zwickauer JVA-Baustelle beschäftigt Ostsachsen

Zwickau/Bautzen.

Der Bautzener Oberbürgermeister Alexander Ahrens (SPD) hat sich in einer Pressemitteilung entsetzt darüber geäußert, dass der Brand auf der Gefängnis-Baustelle im Zwickauer Stadtteil Marienthal angeblich unter anderem einem Bautzener Bauunternehmer gegolten haben soll. Er teile nicht jede politische These des Unternehmers, teilt Ahrens mit, dennoch müsse man in einer Demokratie unterschiedliche Standpunkte aushalten. Für Gewalt sei kein Platz. "Es regt mich auf, dass hier die Gefährdung der Arbeitsplätze und der Gesundheit von Mitarbeitern eines Bauunternehmens billigend in Kauf genommen wird", so Ahrens weiter.

Der Bautzener OB bezieht sich auf das im Internet veröffentlichte Bekennerschreiben, worin sich eine autonome Gruppe dazu bekennt, den Brand am Zwickauer Stadtfestwochenende gelegt zu haben. Unter anderem wird darin der Geschäftsführer der besagten Bautzener Baufirma namentlich erwähnt und als Reichsbürger bezeichnet.


Noch ist unklar, ob sich der Anschlag wirklich gegen den Unternehmer aus Ostsachsen gerichtet hat. Vom Feuer betroffen war in erster Linie ein ganz anderes Bauunternehmen, das seinen Sitz im Vogtland hat. Die Zwickauer Staatsanwaltschaft prüft das Bekennerschreiben noch auf seine Echtheit. Laut Polizei ist ein Schaden von 150.000 Euro entstanden. (ael)

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