Begegnungen bewegen Menschen

Musiker Nader Rahy begeistert Zuhörer in Kirchberg. Luntenlausbum bringen KfL-Beschäftigte zusammen. Kaiserslautern-Fan drückt FSV Zwickau die Daumen.

Nader Rahy (43), Musiker und Sänger, setzte am Sonnabend mit seinem Konzert in der Kirchberger Kulturinsel einen furiosen Schlusspunkt unter die Frühjahrssaison des kleinen Kunsttempels. Mit seiner markanten Stimme und ausdrucksstark vorgetragenen Liedern traf er den Nerv der Anwesenden. "Ich finde Auftritte in einem derart intimen Ambiente einfach toll. Auf der großen Bühne bekommt man die unmittelbaren Publikumsreaktionen nicht so deutlich mit wie hier, wo man den Leuten wirklich Auge in Auge gegenübersteht", sagte er. Musikalisch spielt er als Gitarrist in der Band von Pop-Ikone Nena mit. Und spätestens seit seinem Auftritt bei der Fernsehshow "The Voice of Germany" ist er auch dem einschlägigen Fernsehpublikum ein Begriff. Dort schaffte er es unter die besten sechs Kandidaten der Gruppe um Coach Nena. Das Konzept der Kirchberger Kulturinsel bezeichnete Nader Rahy als eine kreative Idee, Kunst und Kultur auch in einem kleinen Rahmen und vor einem überschaubaren Publikum ein Podium zu bieten. Die nächste Veranstaltung in der Kulturinsel findet Anfang September statt. Dann tritt der kanadische Sänger und Songwriter Morgan Finlay auf. (awo)

Tina Karolin Riedrich (28) kann einfach nicht loslassen. Die Absolventin der Westsächsischen Hochschule (WHZ) arbeitet zwar längst bei einem Entwicklungsdienstleister in Wolfsburg. Doch der Rennsport begeistert sie noch immer. Zunächst hatte sie im WHZ-Racingteam Verantwortung übernommen. Nach ihrem Abschluss blieb sie der Formula Student treu und arbeitet dort seit vier Jahren als Jurorin bei den Wettkämpfen der studen- tischen Autokonstrukteure. "Mich hat immer der Teamgeist begeistert", sagte sie am Freitag. Da war sie einer der vielen Gäste, als das Racingteam seinen diesjährigen Rennwagen vorstellte. Diese Ver- anstaltungen führen nicht nur Sponsoren und Eltern der jungen Autobauer zusammen. Auch die ehemaligen Teammitglieder sind gern gesehene Gäste, die immer auch einen guten Rat dabei ha- ben. (sth) Sieben Teilnehmer des Leipziger Fachkolloquiums "Elektrochemische Energiespeicher" haben sich bei Batteriehersteller Hoppecke in Zwickau Einblicke in die Praxis verschafft. Die Promotions-Stipendiaten der Deutschen Bundesstiftung Umwelt tauschten sich mit Standortleiter Bertram Eichhorn sowie den Batterieentwicklern Matthias Herrmann und Ronny Petersohn über zukunftsfähige Technologien im Bereich der Energiespeicher aus. Besonders interessant für die akademischen Forscher war die am Kundennutzen und somit am Anwender orientierte Perspektive, mit der Hoppecke in Zwickau elek- trochemische Energiespeichersysteme entwickelt, sagte Firmensprecher Björn Wechsel. Die Wissenschaftler wollten nicht nur alles über aktuelle Entwicklungen im Bereich der Batterien wissen, sondern ebenso beispielsweise über Batteriemanagementsysteme und Algorithmen. Die mehr als 100-jährige Batteriegeschichte von Zwickau bot hier einen guten Rahmen, sagte Wechsel. Neben aktuellen Forschungsthemen war der Praxisbezug zum wirtschaftlichen Kontext ein wichtiger Aspekt des Fachkolloquium. (ja) Karl Müller (67), zog es am Sonntag aus einem ganz besonderen Grund zum Treckertreffen der Vie- lauer Luntenlausbum auf die Lutherhöhe. Als ehemaliger Meister in der Instandhaltung beim Kreisbetrieb für Landtechnik (KfL) mit Sitz in Reinsdorf, war er gespannt, wen seiner früheren Arbeitskollegen er am eigens für diesen Tag ins Leben gerufenen KfL-Stammtisch wieder treffen würde. "Es ist eine tolle Idee der Luntenlausbum, ihr Traktorentreffen mit so einer Sache zu bereichern, und es passt zu dieser Veranstaltung. Wir haben im vergangenen Jahr bereits ein kleineres Treffen auf Brigade-ebene der Instandhaltung organisiert. Heute haben natürlich alle ehemaligen KfL-Mitarbeiter die Chance, die Mitstreiter von einst zu treffen und sich mit ihnen auszutauschen", sagte er. Karl Müller selbst war gut ein Vierteljahrhundert in dem Unternehmen tätig. Verständlich, dass er am Sonntag jede Menge Hände schütteln musste und etliche Gespräche führte. "Seit dem Ende der KfL sind viele Jahre ins Land gegangen. Daher muss ich bei einigen Leuten genau hinschauen, um sie zu erkennen", sagte er. (awo)


Volker Schneider (62), von Haus aus ein waschechter Rheinland-Pfälzer, fühlt sich nach mehr als 20 Jahren in seiner Wahlheimat Zwickau der sächsischen Metropole mehr verbunden, als er sich das hätte vorstellen können. In den Anfangsjahren war es für den Geschäftsführer der Zwickauer Energieversorgung geradezu ein Muss, seinen 1. FC Kaiserslautern bei seinen Heimspielen zu unterstützen. "Alle zwei Wochen bin ich da zum Betzenberg gefahren", erinnert er. Das habe sich inzwischen geändert. Jetzt sitzt Schneider bei jedem Heimspiel des FSV Zwickau auf der Tri- büne und fiebert mit der Drittliga-Elf mit. Seine Hoffnung: "Es wäre eigentlich toll, wenn Kaiserslautern und Zwickau in der gleichen Liga spielen würden." Dazu allerdings müsste Zwickau aufsteigen. Ein Abstieg seiner "Lauterer" geht ihm dann doch zu weit. (nkd)

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