Bekommt Zwickau noch ein Parkhaus?

Seit rund 20 Jahren wird ein Areal an der Marienstraße als Stellfläche genutzt. Jetzt könnte aus der Übergangs- eine Dauerlösung werden.

1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    branderweg
    16.05.2019

    Der Bebauung zentraler Flächen in der Innenstadt wie dieser an der Marienstraße sind grundsätzliche Überlegungen voranzustellen: Ziel eines ortstypischen Städtebaus und des Denkmalschutzes an dieser Stelle sollte die Wahrung bzw. Fortschreibung kleinteiliger, gemischter Strukturen (soweit möglich aus Wohnen und Arbeiten) sein. Das heißt Bauen im Maßstab der umgebenden Grundstücke und benachbarten Gebäude, wobei eine zeitgemäße Architektur, ausgerichtet an heutigen Bedürfnissen, gemeint ist. Dies fördert im Gegensatz zu einer Großform, die ein Parkhaus immer darstellt, ein vitales Quartier und einen lebendigen Straßenraum. Die Errichtung eines Parkhauses an dieser Stelle steht aus mehreren Gründen einem attraktivem Stadtzentrum entgegen: es zieht weiteren Autoverkehr mitten in die Kernstadt, die mit "Einkaufserlebnis" wirbt und in erster Linie den Fußgänger im Blick haben sollte; es macht durch den zusätzlichen Verkehr Wohnen noch unattraktiver; es fördert dadurch die funktionale Zweiteilung der Innenstadt: Wohnen in östlicher Hälfte - Einkauf im westlichen Teil, der dann abends als verlassen und tot wahrgenommen wird.
    Flächen sind kostbar, städtische Flächen um so mehr, wie nach dem jahrelangen ungebremsten Verkauf solcher Areale heute vielerorts beklagt. Meiner Meinung nach sind gerade die zentralen Flächen zu schade, um Autos darauf abzustellen.
    Und rein aus Verkehrssicht sei hinzugefügt: Mit jedem weiteren Auto-Stellplatz, der in zentralen 1-A- B- oder C-Stadtlagen entsteht, werden dem Nahverkehr weitere Fahrgäste entzogen und Tram und Bus geschwächt, wie es in dieser Zeitung die SVZ-Chefin zum 125. Tram-Jubiläum ganz richtig gesagt hat.



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