Benefizkonzert mit Sahnehäubchen

Benachteiligten Kindern einen besonderen Kunstgenuss zu ermöglichen - dafür wurde jetzt in Zwickau gesammelt.

Zwickau.

Etwas Besonderes haben die Solisten eines Benefizkonzerts und die Besucher im Robert-Schumann-Haus Zwickau erlebt. Sie konnten auf der Bühne Claras Wiecks Flügel bewundern, der sonst im Robert-Zimmer des Museums steht. Den Hammerflügel, gebaut 1827 von André Stein in Wien, kaufte Friedrich Wieck für seine neunjährige Tochter Clara, die damit im gleichen Jahr im Leipziger Gewandhaus debütierte. "Seit 1911 befindet sich dieser Flügel im Besitz der Robert-Schumann-Sammlung und ist weitgehend im Original erhalten", erklärte Monika Uhlmann, Vorstandsmitglied der DRH Kinderhilfe Stiftung, die zum 18. Mal zum Liedersalon eingeladen hatte.

Das Konzert stand unter dem Motto "Wenn du wüsstest, was träumen heißt ..." Zu Gehör gebracht wurden von der Spanierin Tania Lorenzo Lieder von Maurice Ravel, Claude Debussy, Charles Ives, Johannes Brahms und Richard Strauß - Clemens Jüngling begleitete sie auf dem Steinway-Flügel. Als Sahnehäubchen durfte der Pianist auf dem Hammerflügel Schumanns "Die Widmung" präsentieren. "Tania Lorenzo hat alle Lieder extra für das Benefizkonzert einstudiert", sagte Christiane Hossfeld, die 2011 die künstlerische Leitung des Liedersalons übernommen hat.

Von Hossfeld, Solistin und Gesangspädagogin an der Semperoper, kam auch der Vorschlag, sozial benachteiligten Kindern den Besuch einer kindgerechten Oper in Dresden zu ermöglichen. "Diese Idee nahmen wir gern auf", berichtet Monika Uhlmann. "Somit hatten Kinder, die in ihrem jungen Leben schon Erfahrungen mit Vernachlässigung und häuslicher Gewalt machen mussten, die Gelegenheit, eine Opernaufführung zu erleben. Sie waren begeistert."

Uhlmann und die beiden anderen Vorstandsmitglieder Marco Rumpf und Lutz Hering konnten mehr als 100Gäste zum 18.Liedersalon begrüßen. "Bei den Benefizkonzerten verzichten die Solisten der Semperoper auf ihre Gage zugunsten der Kinderhilfestiftung. Wir freuen uns auch über 2000Euro, die die Konzertbesucher gespendet haben", so Uhlmann.

"Seit 2007 sind bereits mehr als 250.000 Euro Spenden eingenommen worden, die alle zu 100 Prozent in rund 300 soziale Projekte in Zusammenarbeit mit über 30 sozialen Einrichtungen aus der Region fließen", sagt Marco Rumpf. "Der Semperoper-Besuch ist eines unserer aktuellen Projekte. Wir freuen uns aber auch, dass es uns zum dritten Mal in Folge gelungen ist, eine gemeinsame Weihnachtsspendenaktion mit dem Verein ,Leser helfen' der ,Freien Presse' ins Leben zu rufen. In diesem Jahr unterstützen wir den Verein Lebenshaus aus Lichtenstein."

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