Bergbau: Verein pflegt die Tradition

Seit 30 Jahren bemühen sich Mitglieder, dass die Geschichte des Zwickauer Steinkohlenabbaus nicht inVergessenheit gerät.

Zwickau.

Den Steinkohlenbergbauverein Zwickau" gibt es nun seit 30 Jahren. "Wer hätte gedacht, dass wir ehemaligen Bergleute auch noch im Jahr 2019 unsere über Jahrzehnte lang ausgeübte Bergbautätigkeit immer wieder in Erinnerung rufen?" fragt der Vereinsvorsitzende Karl-Heinz Baraniak. Doch das tue man nicht nur aus Lust und Freude am Vereinsleben, sondern aus einem gewissem Verantwortungsbewusstsein heraus. "Als Mitgestalter einer für Sachsen bedeutenden industriellen Reviergeschichte waren und sind wir als Verein der historisch letzten Rußköhler und Schachter in verschiedenen Formen für unsere Stadt und unsere Region ehrenamtlich tätig", sagt Baraniak.

Es sei spürbar, dass die Zwickauer Steinkohlenära mehr und mehr im Dunkel der Geschichte verblasse. Mit vielfältigen Aktivitäten erinnere der Steinkohlenbergbauverein deshalb an alle Bergleute und an die von ihnen geleistete schwere Arbeit. "Und wir möchten durch unser Wirken ein Fenster in die Geschichte offen halten, um auch folgenden Generationen Kenntnisse vom Berufsstand des Bergmanns und vom Zwickauer Steinkohlenrevier zu vermitteln", sagt der Vereinsvorsitzende.

Die Bergbautraditionen, das sind sich die Vereinsmitglieder einig, leben in jeder bergmännischen Zusammenkunft, jedem Bergaufzug, jedem Bergkonzert weiter - kurzum überall dort, wo sich ehemalige Bergleute versammeln, um sich für den Erhalt des Erbes ihrer Altvorderen zu engagieren. Baraniak macht aber ausdrücklich auch darauf aufmerksam, dass all das ehrenamtlich passiert und sagt: "Ehrenamt ist keine Arbeit, die nicht bezahlt wird, sondern Arbeit, die unbezahlbar ist!" Aber die Vereinsmitglieder fühlen sich durchaus in ihrer Arbeit anerkannt. Besonders der Besuch von Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) anlässlich 25Jahre Bergleit'nacht vor einem Jahr zeige "die hohe Wertschätzung." (ja)

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