Berufsschüler restaurieren Fachwerkhäuser

Ein Zwickauer Berufsschulzentrum nimmt an einem Landesprogramm zum Denkmalschutz teil. Das Zielobjekt wurde bereits gefunden.

Zwickau.

Mit dem Programm "Pegasus - Schulen adoptieren Denkmale" soll landesweit für den Denkmalschutz sensibilisiert werden. Hierzu können sich Schulen mit ihren Projekten bewerben. Für das Schuljahr 2019/2020 bekamen insgesamt 24 Bildungseinrichtungen den Zuschlag, darunter das Berufsschulzentrum für Bau- und Oberflächentechnik Zwickau. Damit verbunden sind 500 Euro Prämie. Mit dem Geld möchte die Schule an der Umgestaltung alter Fachwerkhäuser mitwirken. Ein entsprechendes Objekt in Plauen habe man bereits gefunden. Initiiert wurde das an der Berufsschule vom Fachbereich Farblehre. In Zusammenarbeit mit einer örtlichen Malerfirma soll die Fassade des Gebäudes analysiert und anschließend neu gestaltet werden. Das Berufsschulzentrum steht dazu in engem Austausch mit der Stadt Plauen, heißt es. Bereits vor vier Jahren fand eine ähnliche Kooperation statt. Damals wurde im Rahmen des "Pegasus"-Programms ein Blockbohlenhaus in Plauen restauriert. "Die jungen Leute sollen die handwerkliche Arbeit und die Denkmalpflege intensiv kennenlernen", sagte Schulleiter Andreas Häckel.

Das "Pegasus"-Programm gibt es bereits seit über 20 Jahren. Mehr als 150 Schulen haben sich bisher daran beteiligt und ihre Projektideen verwirklicht. Die Zahl der Bewerbungen hat sich im Vergleich zum Vorjahr beinahe verdoppelt, informiert das sächsische Kultusminister, dass sich über diese Entwicklung zufrieden äußert: "Wenn Schüler selbst auf Spurensuche gehe, prägt sich das geschichtliche Wissen besser ein und sie lernen dadurch den Wert und die Bedeutung von Denkmalen zu schätzen", heißt es.


Auch das Glauchauer Georgius-Agricola-Gymnasium erhielt den Zuschlag für ihr Projekt. Die Schule nimmt bereits seit mehr als 20 Jahren erfolgreich an dem Programm teil und arbeitet seitdem an der Instandhaltung der Burgruine Döben bei Grimma.

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