Besonderer Adrenalin-Kick inklusive

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Kurz vor dem Beginn der Sommerferien dürfen Kinder und Jugendliche die komplette Fläche in Meerane nutzen. Warum die Übergabe früher als geplant möglich war.

Meerane.

Die Schrammen an den Knien und den Ellenbogen fallen auf. Damit weitere Blessuren ausbleiben, wünscht sich der elfjährige Karl zum Geburtstag eine Schutzausrüstung. Das kommt nicht überraschend. Der pfiffige Junge gehört zu den Stammgästen auf der am Mittwochmittag eröffneten Freizeitanlage in Meerane. Dort steht neben dem Pumptrack, der schon seit einigen Wochen genutzt werden kann, nun auch ein Skate-Bowl zur Verfügung. Wenn Karl und seine Freunde mit ihren Rollern in der Beton-Schüssel richtig Schwung holen, sind rasante Sprünge garantiert. "Wir haben hier ausreichend Platz", sagt der Fünftklässler. Seine Mutti Josephine Forbrig ist voll des Lobes über die neue Freizeitanlage. "Toll, dass es so etwas für Kinder und Jugendliche in Meerane gibt", lautet ihr Kommentar.

Während die junge Generation den Adrenalin-Kick gesucht hat, entschieden sich die Verantwortlichen im offiziellen Teil der Eröffnung für eine ruhigere Disziplin: Bau-Dezernentin Birgit Jantsch von der Stadtverwaltung in Meerane und Bauleiter Reiko Dehrbeck von der Firma ATS aus Chemnitz probierten den Soccer-Court aus, der für Fußball und für Basketball genutzt werden kann. "Wir haben hier einen Teil der bei einem Bürgerforum geäußerten Wünsche umgesetzt", sagt Birgit Jantsch. Zwischen der Skateranlage und der Outdoor-Fitnessanlage gehören auch Pumptrack, Skate-Bowl, Bouldermauer und Seecontainer zur Freizeitanlage.

Obwohl in den Verträgen als Fertigstellungstermin stets Ende August auftaucht, haben sich die Handwerker bereits Mitte Juli von der Baustelle verabschiedet. Damit stehen kurz vor dem Beginn der Sommerferien alle Elemente auf der Freizeitanlage zur Verfügung. "Das war nur möglich, weil wir die Subunternehmen für die Spezialleistungen wie Skate-Bowl und Soccer-Court schon frühzeitig vertraglich binden konnten", sagt Reike Dehrbeck und ergänzt bei einem Blick auf die ersten Nutzer: "Das ist eine richtig coole Sache."

Die in diesem Jahr durchgeführten Arbeiten kosteten rund 433.000 Euro. Sie sind ein Bestandteil der gesamten Aufwertung des Geländes neben der Bahnstrecke. "Wir haben hier rund 2,7 Millionen Euro investiert", sagt Birgit Jantsch. Dabei kamen 1,4 Millionen Euro aus Fördertöpfen von Bund und Freistaat. Der städtische Eigenanteil betrug 1,3 Millionen Euro. Mit den Geldern konnten - neben der Freizeitanlage - auf einer Länge von 800 Metern die Fahrbahn erneuert und 77 Stell- plätze geschaffen werden. Die Umgestaltung hat mit Wenzel Debernado auch der langjährige Bahnhofsvorsteher verfolgt - mit einem lachenden und einem weinenden Auge. "Das, was entstanden ist, kann sich sehen lassen. Trotzdem darf man nicht vergessen, dass unser Bahnhof über elf Gleise und 45 Mitarbeiter verfügt hat", sagt der 92-Jährige.

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