Bestellung der Fahrzeuge wird zur Geduldsprobe

Für Investitionen in Feuerwehren steht mehr Geld bereit - 53 Fördermittelanträge eingegangen

Zwickau.

Viele Wehren im Kreis Zwickau können ihren Fuhrpark verjüngen. Für die Anschaffung von 18 neuen Fahrzeugen gibt es in diesem Jahr eine Finanzspritze.

Kreisbrandmeister Thomas Wende hat die Fördermittelbescheide verschickt. Er verteilt - in Abstimmung mit dem Landrat Christoph Scheurer (CDU) und Städte- und Gemeindetag - die Mittel des Freistaates. 2018 stehen 2,35 Millionen Euro und damit doppelt so viel Geld wie im Vorjahr zur Verfügung. "Dadurch kann ein Teil des Investitionsstaus, den es in den Feuerwehren gibt, abgebaut werden", sagt Wende.

Mit einem Zuschuss von 153.000 Euro wird die Anschaffung eines neuen Tanklöschfahrzeuges für die Wehr im Werdauer Ortsteil Leubnitz unterstützt. Damit können bis zu 4000 Liter Wasser an eine Einsatzstelle gebracht werden. Zudem gibt es Finanzspritzen für die Beschaffung von sogenannten Hilfeleistungslöschfahrzeugen. Zwickau erhält 182.000 Euro. Reinsdorf bekommt 255.000 Euro. Mit einem Zuschuss von jeweils 120.000 Euro wird die Anschaffung von mittleren Löschfahrzeugen in Hartenstein und in Crinitzberg unterstützt.

Auf dem "Einkaufszettel" stehen 13 Mannschaftstransportwagen. Dabei gibt es eine Besonderheit: Unter Regie der Stadtverwaltung in Glauchau ist eine Sammelbestellung geplant. Jeweils zwei Fahrzeuge rollen in die Depots in Glauchau und in Limbach-Oberfrohna. Zudem beteiligen sich Lichtenstein, Kirchberg, Waldenburg, Oberlungwitz, Schönberg, Crinitzberg und Hartenstein. Die Stadtverwaltung in Hohenstein-Ernstthal kümmert sich in Eigenregie um die Bestellung von zwei neuen Mannschaftstransportwagen. Die Fahrzeuge verfügen jeweils über neun Plätze. Aus den Fördertöpfen gibt es einen Zuschuss von mindestens 23.000 Euro pro Mannschaftstransportwagen.

Die Investitionsoffensive hat offenbar auch Auswirkungen auf die Lage bei den Herstellern. Wende geht davon aus, dass die Mannschaftstransportwagen erst im zweiten Quartal 2019 geliefert werden. "Bei Spezialfahrzeugen kann es sogar zu Lieferzeiten von bis zu zwei Jahren kommen", so der Experte. Neben dem Kauf von Feuerwehrautos fließen die Zuschüsse auch in die Erneuerung von Technik, Sirenen und Zisternen. 53 Fördermittelanträge sind eingegangen. Die Bearbeitung wird bis August dauern. (hof)

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