Betriebe melden mehr freie Stellen

Arbeitslosenquote liegt zum Monatsende August im Kreis Zwickau bei 5,4 Prozent

Zwickau.

Nachdem die Arbeitslosenquote im Juli trotz Corona gegenüber dem Vormonat Juni unverändert bei 5,2 Prozent lag, ist sie im August auf 5,4 Prozent gestiegen. Insgesamt waren 8853 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 327 mehr als im Monat zuvor. "Im August haben sich insbesondere Jugendliche gemeldet, die eine Ausbildung beendet haben und nun auf ihre berufliche Perspektive warten", sagte Jörg Fischer, Geschäftsführer Operativ der Zwickauer Agentur für Arbeit. Arbeitslos gemeldet hätten sich aber auch Personen, deren Qualifizierungsmaßnahmen ausgelaufen sind. Einen Lichtblick nennt Fischer die rückläufigen Anzeigen zur Kurzarbeit, die sich gegenüber dem Vormonat halbiert haben. Im August seien insgesamt 42 Kurzarbeit-Anzeigen eingegangen. Im Gegenzug zeige sich seit Juni eine anhaltende positive Entwicklung bei den Stellenmeldungen im Vorjahresvergleich. Im August wurden 688 freie Stellen gemeldet, das sind 148 mehr als im Juli. "Wir bewegen uns damit wieder seit Jahresbeginn auf Vorjahresniveau", so Jörg Fischer.

Im August haben nach ersten Hochrechnungen rund 2700 Personen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen wie Weiterbildung, Praktika in Betrieben oder Beschäftigung in Arbeitsgelegenheiten teilgenommen und damit den Arbeitsmarkt im Landkreis Zwickau entlastet.

Im Agenturbezirk Zwickau sind derzeit 2626 Arbeitslose länger als ein Jahr auf Jobsuche. Das entspricht einem Anteil von 29,7 Prozent an allen Arbeitslosen im Agenturbezirk, heißt es. Im Vergleich zum Vorjahr sind aktuell 462 Langzeitarbeitslose mehr gemeldet.

Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung - die Summe an Arbeitslosen und Teilnehmern in Maßnahmen - im zu Ende gegangenen Monat August nach ersten Hochrechnungen auf 11.572. Damit liegt die Unterbeschäftigungsquote für August bei 7,0 Prozent (Vorjahr: 6,5Prozent; Anfang dieses Jahres lag sie bei 6,6 Prozent). (ja)

Arbeitslosenquote im Landkreis Zwickau Landkreis5,4 %(5,2 %)

Zwickau5,3 %(5,1 %)

Werdau6,0 %(5,6 %)

Glauchau5,5 %(5,2 %)

Hohenstein-Ernstthal5,2 %(5,1 %)

(in Klammern: Juni 2020)

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