Bis Ferienende: Schönheitskur für Reinsdorfer Gymnasium

Außentreppe, Fenster, Zimmer - die Gemeinde investiert weiter in den DDR-Plattenbau. Farbenfroh soll es aber erst im nächsten Jahr werden.

Reinsdorf.

Während sich noch die Schüler in der Sonne rekeln, klotzen die Handwerker in Reinsdorf mächtig ran. Bis zum Schulbeginn am 13.August soll ein weiterer Teil des 1984 errichteten DDR-Plattenbaus des Gymnasiums erneuert sein. Wie Rathauschef Steffen Ludwig (parteilos) erklärte, hat sich jedoch die Verwaltung aufgrund der "aktuell steigenden Preise im Baugewerbe" darauf geeinigt, das Aufbringen des Fassadenvollwärmesschutzes und die farbliche Gestaltung der Fassade auf Anfang kommenden Jahres zu verschieben.

Gegenwärtig werden laut Tom Geßner, Mitarbeiter des Ortsbauamtes, auf der Nordseite des Gebäude die Fenster ausgewechselt. "Außerdem ist vorgesehen, den großen Treppenaufgang am Haupteingang einer intensiven Betonsanierung zu unterziehen", formuliert der Rathausmitarbeiter. "Die Fensterelemente auf der Südseite konnten wir schon während der Sommerferien vor drei Jahren auf Vordermann bringen - mit Sonnenschutzjalousien." Mit dem Einbau der neuen Fenster werden nach Darstellung von Geßner auch die neuen Fensterbleche mit entsprechender Ausladung für das im Anschluss aufzubringende Wärmedämmverbundsystems montiert. Und nicht zuletzt soll in den Sommerferien neben den Arbeiten an Fenstern, Fassade und Außentreppe in den Flurbereichen ein neuer strapazierfähiger Vinylbelagt verlegt werden. "Die Kinder werden sich danach bestimmt wohlfühlen", glaubt Geßner. Und das kommt nicht von ungefähr. Denn alle Klassenräume, die neue Fenster erhalten, sollen ebenso verschönert werden.

Dafür muss die Gemeinde tiefer in die Haushaltskasse greifen, als zunächst vorgesehen. Denn die Gesamtkosten für das Bauprojekt in Höhe von 226.000 Euro wachsen um etwa 15.000 Euro. "Das Ausschreibungsergebnis für die Fenstererneuerung lag deutlich über den in der Kostenberechnung ermittelten Auftragswert", so Rathauschef Ludwig. Doch die Fenstererneuerung müsse zwingend erledigt werden, um weitere Schäden abzuwenden. Außerdem: "Es ist aufgrund der aktuellen Auftragslage nicht davon ausgehen, dass bei der Aufhebung der Ausschreibung und der Durchführung eines neuen beschränkten Vergabeverfahrens ein günstigeres Angebot zu erzielen ist", so Ludwig.

Dass die Fassade zukünftig mit den Farben Grün, Violett und Türkis zum Blickfang wird, ist einem von Gemeinderäten und der Verwaltung initiierten Variantenvergleich zu verdanken. Auch die Schulleitung sei darin einbezogen worden. Karin Irmisch, Chefin der Internationalen Schulen in Reinsdorf, hatte sich damals positiv geäußert. "Wir sind zufrieden, konnten unsere Ideen und Vorstellungen in das Projekt einbringen", sagte sie. Da die Imagefarben des Verbundes der Saxony International School Grün und Blau sind, hatte Irmisch diese Farben favorisiert.


Namensgeber ist Carl Hahn

Zum Verbund der Saxony Interna-

tional School Carl Hahn gGmbH gehören seit dem Schuljahr 2017/18 insgesamt 14 freie Schulen mit 1700 Mädchen und Jungen: die Internationalen Grundschulen in Glauchau, Crinitzberg, Stollberg und Geithain, die Internationalen Oberschulen in Neukirchen/Pleiße, Reinsdorf, Meerane, Niederwürschnitz und Elsterberg, die

Internationalen Gymnasien in Reinsdorf, Meerane, Niederwürschnitz und Geithain sowie ein Internationales Wirtschaftsgymnasium in Geithain. Namensgeber des Verbundes ist

Carl Hahn, Ex-Vorstandschef von Volkswagen. Er prägte das Leitbild "Mein Feld ist die Welt". (jwa)

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