Bisherige Abgeordnete treten wieder an

In vier von fünf Wahlkreisen des Landkreises hat die CDU ihre Kandidaten für die Landtagswahl 2019 bestimmt. Auf Überraschungen verzichteten die Christdemokraten.

Zwickau.

Mit nur vier Neinstimmen ist Gerald Otto am Dienstag zum Landtagskandidaten der CDU im Wahlkreis 7 (Zwickau 3) gewählt worden. 137 stimmberechtigte Mitglieder waren zu der Veranstaltung im August-Horch-Museum Zwickau eingeladen gewesen, 45 von ihnen gaben ihre Stimme ab. Otto gab sich nach seiner Wahl optimistisch: "Es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn es nicht gelingt, den Wahlkreis wieder zu gewinnen", sagte er. Zwar sei er sich der gewachsenen Konkurrenz vor allem von rechts bewusst. "Aber ich denke, wir als CDU werden aus unserem derzeitigen Tief wieder herauskommen. Man rauft sich zusammen."

Während seiner reichlich 15-minütigen Wahlrede hatte Otto betont, dass er sich als Mannschaftsspieler und als Dienstleister versteht. So wie er das auch als Mitarbeiter der Schmidt-Bank gewesen sei, ehe er in die Politik wechselte. Auf seine Fahnen schrieb sich Gerald Otto unter anderem den Erhalt der Polizeidirektion Zwickau, die Schaffung von Wohnmobil-Standplätzen am Ubineum, Fördermittel für das Freiheits- und Einheitsdenkmal in der Kreisstadt sowie die Aufnahme der Abteilung Neurochirurgie für das Heinrich-Braun-Klinikum im Krankenhausplan.

Nach den derzeitigen Prognosen hat die CDU im Landkreis Zwickau die Nase vorn. Etwa 6 Prozentpunkte trennen sie von der AfD. Diesen Abstand hofft Otto auszubauen, indem er Werte der bürgerlichen Vernunft vertritt, sagte er. Dabei wolle er frustrierten Menschen mit Argumenten entgegentreten. "Aber auch ich kann nicht immer alle Vorwürfe entkräften", fügte er am Rande der Veranstaltung hinzu.

Jan Löffler, der im Wahlkreis 6 antritt, ist am Montag ohne Gegenkandidat gewählt worden. Er vertritt den Raum Werdau sowie einen Teil des Zwickauer Westens. 31 von 34 anwesenden Stimmberechtigten gaben ihm ihre Stimme. "Das ist ein sehr gutes Ergebnis und ein rückenstärkendes Votum für die anstehenden Aufgaben", sagte der 37-Jährige. Ebenso wie Otto wurde Löffler 2009 zuerst in den Landtag gewählt. Seinen Blick richtet er mehr auf die sozialen Medien im Internet. "Der Ton ist anders geworden", sagt Löffler und äußert einen Wunsch: "Anstand und Respekt voreinander dürfen nicht verloren gehen."

Er benannte auch die Dinge, die bisher nicht umgesetzt werden konnten. Dazu gehören der verkehrstechnische Ringschluss um Zwickau und die Erhöhung der Anzahl der Aus- und Fortbildungsplätze an der Landesfeuerwehrschule in Nardt. Zudem ärgert sich Löffler über die vielen Hürden, die für Investitionen am Polizeirevier in Werdau übersprungen werden müssen: "Gegenüber den Betroffenen, etwa den Beamten im Werdauer Revier, ist es schwer zu vermitteln, wie lang Abwägungs- und Planungsprozesse dauern. Hierbei läuft Politik ofts Gefahr, dass der Glaube an sie verloren geht."

Als Kandidaten gewählt wurden auch die beiden Landtagsabgeordneten Ines Springer und Jan Hippold. Springer im Wahlkreis 8 (Glauchau, Meerane, Lichtenstein) erhielt 26 von 29 gültigen Stimmen, Jan Hippold im Wahlkreis 9 (Limbach-Oberfrohna) ebenfalls. Die Wahl, zu der sich Landtagsabgeordnete Kerstin Nicolaus (Wahlkreis 5) bewirbt, findet am 26. Oktober in Hirschfeld statt. (mit sto/jop)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...