Breitband: Landkreis startet Ausschreibung

Millionenauftrag für schnelles Internet wurde in zwei Lose aufgeteilt

Landkreis.

Etwa 44 Millionen Euro hat der Landkreis Zwickau einkalkuliert, um in 28 von 33 Kommunen die verbliebenen sogenannten weißen Flecken mit schnellem Internet zu versorgen. Ob das wie geplant gelingt, hängt am Ergebnis einer Ausschreibung ab, die jetzt auf den Weg gebracht wurde. Der Großauftrag sei auf zwei Lose aufgeteilt worden, teilte das Landratsamt am Montag mit. Es wurde ein Ost-"Cluster" gebildet, das unter anderem die Städte Limbach-Oberfrohna, Hohenstein-Ernstthal, Glauchau, Wilkau-Haßlau und Kirchberg sowie die Gemeinden Mülsen und Reinsdorf umfasst. Im West-Los sind Zwickau, Werdau und Crimmitschau enthalten, sowie die Gemeinden Fraureuth, Neukirchen, Langenbernsdorf, Dennheritz, Schönberg, Oberwiera und Remse. Die fünf Kommunen Meerane, Lichtentanne, Langenweißbach, Hartenstein und Wildenfels wollen schnelles Internet selbst organisieren.

Im März sei ein vorläufiger Fördermittelbescheid aus Dresden eingegangen, hieß es aus dem Landratsamt. Die Ausschreibung befindet sich nun am Anfang. So wurde ein Teilnahmewettbewerb dem Verfahren vorangestellt. Die Erschließung sogenannter "Weißer Flecken" gilt für die infrage kommenden Dienstleister als unattraktiv, da verhältnismäßig viel Aufwand für relativ wenige Haushalte betrieben werden muss. Das ist auch der Grund, warum auch im Jahr 2020 noch so viele Gebiete ohne schnelles Internet sind. Der Zusammenschluss auf Kreisebene soll die einzelnen kleineren Aufträge so bündeln, dass sie wiederum wirtschaftlich attraktiv für die Bieter sind.

Der Auftrag enthält auch die Versorgung von knapp 100 Unterrichts- und Schulstandorten im Landkreis sowie mehrerer Krankenhäuser. So stehen auch die Paracelsus-Klinik in Zwickau und der HBK-Standort Kirchberg auf der zum Auftrag gehörigen Liste.

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