Buch-Illustrator nutzt besondere Technik

Ein Hobbyautor stellt im Kirchberger Meisterhaus aus und liest aus Märchen. Der Chef des Heimatvereins Wiesen schlüpft in die Rolle von Väterchen Frost. Vereinsvorsitzender feiert ukrainisches Weihnachtsfest bei Freunden.

Sven Gerschler (41), Vorsitzender des Wiesener Heimatvereines, schlüpfte auch in diesem Jahr wieder in die Rolle von Väterchen Frost. Als russischer Kollege des Weihnachtsmannes überraschte er am Samstagabend die Besucher des Wiesener "Baamspitzenfastes" mit kleinen Geschenken. "Seit wir mit unserem Fest vom Hexenfeuerplatz an den Teich in der Ortsmitte umgezogen sind, verzichten wir auf das Verbrennen der ausgedienten Weihnachtsbäume", sagte er. Dennoch konnten die Leute ihre alten Christbäume zum Schreddern mitbringen. Als kleinen Bonus gab es dafür einen Gutschein für einen Glühwein oder Kinderpunsch. Für die musikalische Umrahmung sorgten diesmal die Mädchen und Jungen des Kindergartens. Damit sich deren Mühen auch in barer Münze auszahlten, machten die derzeit 83 Mitglieder des Heimatvereins für die Kinder einen 100-Euro-Schein locker. Der Zuspruch zum "Baamspitzenfast" war nach Einschätzung von Sven Gerschler erfreulich groß. "Hier trifft sich immer das ganze Dorf, alle Generationen. Solche Feste tragen zum Zusammenhalt im Ort bei", sagte er. (awo)

Roberto Matthes (49), Hobbyautor und Buchillustrator, ist am Sonntag ab 15 Uhr im Kirchberger Meisterhaus zuGast. Anlässlich der Eröffnung einer Ausstellung mit Illustrationen zu Kinderbüchern liest er Märchen aus dem Erzgebirge. Seit mehr als 20 Jahren nimmt Roberto Matthes regelmäßig den Stift in die Hand, um Karikaturen, Grafiken und andere Arbeiten zu Papier zu bringen. Nachdem er bereits zwei Bücher eines befreundeten Autors illustriert hatte, widmete er sich vor einiger Zeit seinem ersten eigenen Kinderbuch. Das Besondere an den Bildern von Roberto Matthes besteht darin, dass er als Vorlage zunächst Bleistiftzeichnungen anfertigt, die im Anschluss eingescannt und mithilfe eines Computerprogramms schließlich koloriert werden. "Die Zeitersparnis ist minimal, aber ich benötige eben weder Palette noch Pinsel oder Farben. Zudem sind Änderungen im Handumdrehen möglich. Mit Malen hat das Ganze trotzdem viel zu tun, denn das richtige Gespür für Farben und ihre Kombination kann ein Computer nicht ersetzen", betont der 49-Jährige. Mit einem Teil des Erlöses aus dem Verkauf seines Kinderbuches unterstützt Matthes die Arbeit der Naturschutzjugend im Erzgebirge. (awo) Karl-Ernst Müller, Vorsitzender des Zwickauer Vereins "Partnerschaft zur Ukraine, besuchte die Partnerstadt Wladimir-Wolynsk erneut anlässlich des ukrainischen Weihnachtsfestes am 7. Januar. "Es ist schön, dass Sie die weite Reise auf sich nehmen, um unsere Menschen zu beschenken und mit ihrer Anwesenheit und dem Gruß des Lichtes zu ehren", sagte Metropolit Wladimir von Wolhynien. Der Besuch begann mit der Übergabe von Schoko-Weihnachtsmännern und medizinischem Material für die Sozialstation im Dorf Laskiw. Auch Kinderkleidung einer treuen Spenderin aus Marienthal wurde der Ärztin übergeben. "Sie weiß, wer von ihren Patienten bedürftig ist", sagte Müller. An dem Tag, da in Deutschland "Heilige drei Könige" begangen wird, feiert man dort den Heiligen Abend. In der Nachmittagsmesse erhielten Priester eine "höhere Weihe", sangen gregorianische Gesänge. Die Gemeinde, darunter Karl-Ernst Müller, wurde vom Erzbischof mit Öl in Kreuzform auf der Stirn gesegnet. Weihnachtsbäume, die bereits vor dem Fest am 23. Dezember in Zwickau entsorgt werden sollten, schmückten das Weihnachtsfest einer Familie und eines Rathauses, sie hatten darum gebeten, sagte Müller. "Die Bäume waren noch sehr frisch, die ukrainische Zöllnerin hatte den Geruch bei der Kontrolle meines Autos wohl bemerkt und mir klar gemacht, dass die eigentlich nicht die Grenze passieren dürften ..." (ja)

0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...