Buchhandlung Marx holt den Sieg

Es ist vorbei: Die 5. "Freie Presse"-Eisstock-Trophy ist seit Sonntagabend zu Ende. Gewonnen hat das Team der Zwickauer Buchhandlung Marx.

Zwickau.

Grit Schneider ist am Sonntag bei der 5. "Freie Presse"-Eisstock-Trophy angetreten, um einen Rekord aufzustellen: Sie wollte das Turnier zum dritten Mal gewinnen. Niemand vor ihr hat das bisher geschafft - und am Ende scheiterte auch Grit Schneider an diesem Ziel. Das Team der Stadtverwaltung, die Eisbrecher, besiegte Grit Schneider und deren Mannschaft, die Tintenfüller, im Kampf ums Finale und verwies sie damit schlussendlich auf den dritten Platz; Vierter wurde die Mannschaft der ZEV.

"Die Tintenfüller sind an ihrem Ehrgeiz gescheitert", sagte Martin Schürer von den Eisbrechern, sichtlich zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft, die vor zwei Jahren noch in der Vorrunde ausgeschieden war. "Die Tintenfüller wollten den Sieg zu sehr, und bei uns blieb eben doch immer der Spaßfaktor im Vordergrund." Mit dieser Lockerheit erspielte sich das Team der Stadtverwaltung am Ende im Finale den zweiten Platz. Sektkorken knallten bei den Eisbrechern trotzdem. "Wir sind glücklich", sagte Martin Schürer, bevor er breit grinsend den ersten Schluck Sekt hinunterkippte.

Am Sonntagnachmittag waren die Bedingungen auf der Zwickauer Eisbahn denkbar schwierig. Bei Plusgraden und starkem Wind wurde das Turnier zur extremen Rutschpartie. Auf dem Eis sammelte sich das Tauwasser, "auf diese Bedingungen muss man sich erst mal einstellen", sagte Florian Freitag vom Team der Buchhandlung Marx noch am Nachmittag. Da wusste er noch nicht, dass sein Team an diesem Tag mit dem Sieg nach Hause gehen wird. Vermutlich lag es an einem leichten Gefälle der Eisbahn, dass auf der einen Seite das Wasser stand und die Bahn damit extrem rutschig wurde, während die Oberfläche auf der anderen Seite trockener und damit rauer war. Deswegen war es für die Sportler schwierig, ihre Kraft richtig zu dosieren. Und: Am Abend, also pünktlich zum Finale, zogen die Temperaturen und damit das Eis wieder an, womit sich die Bedingungen erneut drehten.

"Das war die größte Herausforderung, dass die Bahn sich so unterschiedlich verhielt", sagte Dennis Klein, der am Sonntag zum ersten Mal in seinem Leben Eisstöcke schoss. Er trat mit dem Team der Hochschule an, dem ein Mann ausgefallen war. "Es hat trotzdem riesigen Spaß gemacht, und ich würde nächstes Mal sofort wieder mitspielen", sagte Klein. Lag es vielleicht an dem Anfänger, dass das Hochschulteam schon in der Vorrunde ausschied? Teamkollege Oliver Scharfs Antwort: ein Lachen. "Na ja, jedenfalls hat Dennis die Eisstöcke immer sehr vorbildlich wieder aufgereiht."

33 Mannschaften spielten bei der 5. "Freie Presse"-Eisstock-Trophy. An zwölf Spieltagen gab es 116 Spiele. Die "Freie Presse", Krauß Event und Gü-Sport organisierten das Turnier. Bei der 6. "Freie Presse"-Eisstock-Trophy will das Team der Buchhandlung Marx seinen Titel verteidigen. "Aber wir wissen, dass das ein sportliches Ziel ist", sagte Florian Freitag. Mal sehen, ob sie die nächsten sind, denen der eigene Ehrgeiz im Wege steht.

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