Bund sagt Geld für Schocken zu

Der Umbau des überwiegend leerstehenden Kaufhauses hat eine wichtige Hürde genommen. Weitere sollen noch folgen.

Zwickau.

Die geplante Sanierung und Wiederbelebung des Schocken-Kaufhauses in der Zwickauer Innenstadt wird konkreter. Über das Programm "nationale Projekte des Städtebaus" fließen 4 Millionen Euro Bundesmittel in den Umbau des leer stehenden Zwickauer Kaufhauses. Das gab das Bundesbauministerium am Freitag bekannt. Das Schocken ist demnach eines von insgesamt 35 durch den Bund geförderten Vorhaben.

Das Schocken hat damit eine große, aber noch nicht die entscheidende Hürde zur Wiederbelebung genommen. Voraussetzung dafür ist nach wie vor eine Einigung zwischen der Erbengemeinschaft der Familie Schocken und dem privaten Investor, der Firma Papenburg. Papenburg will nur einsteigen, wenn man das Gebäude kaufen kann. Die Verhandlungen sind noch nicht abgeschlossen.


Entsprechend freudig, aber nicht überschwänglich fallen die Reaktionen auf die Förderzusage des Bundes aus. "Mit der heute bekannt gegebenen Entscheidung sind wir einen großen Schritt weiter gekommen", sagte Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD). "Ich bin zuversichtlich, dass wir nun noch die ausstehenden Schritte bewerkstelligen können." Ziel sei nun, schnellstmöglich mit der Firma Papenburg eine Weiterleitungsvereinbarung abzuschließen. Die Sanierung des Schocken-Kaufhauses sei von wesentlicher Bedeutung für die Bewahrung von Kultur- und Stadtgeschichte sowie für die Revitalisierung der Innenstadt. Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sagte mit Blick auf alle vier in Sachsen geförderten Projekte: "Ausgezeichnet wird damit auch der Mut und die Beharrlichkeit derjenigen, die sich dafür engagieren." Unter anderem erhält Crimmitschau 2,59 Millionen Euro für die Sanierung des dortigen Schocken-Kaufhauses.

In Zwickau soll sich neben den 4 Millionen Euro vom Bund auch die Stadt mit 2 Millionen beteiligen. Insgesamt sind für die Sanierung 28 Millionen Euro veranschlagt. Geplant ist Einzelhandel im Erdgeschoss, in den Stockwerken darüber Büros von Landes- und Stadtverwaltung sowie Wohnungen. Baubeginn soll 2020 sein - sofern sich Investor und Eigentümert einigen können.

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