Bunte Kerzen für das Festmahl der Bienen

Grüner wird's nicht: Wer nach oben schaut, wird der Farbenpracht gewahr: In Weiß, Rosarot und Gelb blühen derzeit die Rosskastanien. Wobei die gelbblühenden Bäume tatsächlich eine Rarität sind. Man findet sie beispielsweise entlang der Walther-Rathenau-Straße bis zum August-Horch-Museum. Aus allen Blüten werden später Kastanien - ein beliebtes Futter für die Tiere im Wald, aber auch für Pferde. Daher der Name Rosskastanie. Damit die braunglänzenden Früchte entstehen, brauchen die Bäume die Bienen. Und die nehmen die Gabe dankbar an. Die Blütenstände - wegen ihrer aufrechten Wuchsform auch Kerzen genannt - sind eine gute Bienenweide. Dass die Bienen sich an der Kastanie gütlich getan haben, kann man daran erkennen, dass sie rot bepudert sind. Der daraus entstehende Honig schmeckt aromatisch und eher herb. Übrigens: Falls Sie sich schon mal gewundert haben, dass beispielsweise auf dem Dr.-Friedrichs-Ring seifige Schlieren finden - auch das können Sie den Kastanien anlasten. Sie gehören zu den Seifenbaumgewächsen und enthalten eine besonders hohe Konzentration an natürlichen Seifen, das Aescin, das auch in der Medizin Verwendung findet. Extrakte von Rosskastanie werden - häufig auch unterstützend - angewendet bei Venenleiden, Sportverletzungen und Hämorrhoiden. (sth)

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