Cainsdorfer in Feierlaune: Aber das Stadtteilfest fällt aus

Die Königin Marienhütte, die Kirche im Ortsteil und der Sportverein bieten Anlässe zum Feiern. Und auch der Ort selbst, der vor 20 Jahren eingemeindet wurde. Auch wenn das nicht jeder super findet.

Zwickau.

Für die Cainsdorfer hatte der Vorsitzende des Ortschaftsrates Gerd Drechsler (CDU) zur Sitzung des Gremiums in dieser Woche eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte: 2019 wird es kein Stadtteilfest geben. Das ist hauptsächlich den Bauarbeiten am Turnerheim geschuldet. Die gute Nachricht: Ab dem Pfingstwochenende finden bis zum Martinstag zahlreiche Veranstaltungen statt.

Im Kalender des Zwickauer Ortsteils stehen in diesem Jahr gleich vier Jubiläen: Vor 180 Jahren nahm die Königin Marienhütte ihren Betrieb auf, vor 150 Jahren wurde die Kirche geweiht, vor 90 Jahren das Turnerheim eröffnet (andere Quellen sprechen von 91 Jahren), und schließlich wurde Cainsdorf vor 20Jahren nach Zwickau eingemeindet. Ob Letzteres für alle ein Feiertag ist, wollte Drechsler dahingestellt sein lassen.

Torsten Kleditzsch

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Am 29. Mai, dem Pfingstsonntag, wird das Festprogramm mit einem Oldie-Fußballturnier gestartet. Unter anderem treten ehemalige Kicker der BSG Sachsenring an. Zu Gast ist auch der SV Borna. Er war vor vielen Jahrzehnten der erste Gegner des SV Cainsdorf. Auch ein Skatturnier ist geplant. Im Kalender stehen ein Tanzabend mit den Stangengrüner Lausbuben mit Comedy-Einlagen sowie weitere kleinere Veranstaltungen, dazu gehört auch ein klassisches Konzert mit dem Orchester von Martin Böttger.

Einer der Höhepunkte wird der Festumzug am 24. August. Dazu sollen unter anderem von Vereinen und Firmen gestaltete Wagen, begleitet von Oldtimern, vom Turnerheim bis zum alten Sportplatz rollen. "Die Wegstrecke wird dabei durch ganz Cainsdorf führen", sagte Michael Rockstroh (Die Linke). Die Anwohner entlang der Strecke werden dabei ihre Häuser und Gärten entsprechend schmücken. In den nächsten Tagen soll dazu ein entsprechender Aufruf erfolgen.

Der 1. September wird zum Tag der Königin Marienhütte erklärt. Historiker Norbert Peschke stellt dazu sein neues Buch vor, außerdem sind unter anderem ein Fachvortrag und schließlich ein Rundgang über das Hüttengelände geplant.

Ende Oktober feiert die Kirche ihr Jubiläum mit einer Festwoche und zahlreichen Veranstaltungen. Neben einem Festgottesdienst wird ein Kirchenkonzert organisiert. Für ein paar Stunden soll das Gotteshaus zu einem Kinosaal werden.

Das Festjahr geht am 11. November zu Ende. Unter dem Motto "Martinstag einmal anders" gestalten Schule, Kindergarten und die Kirche einen ganz besonderen Tag, der natürlich mit einem Fackel- und Lampionumzug enden wird.

Zum Festjahr wird es auch eine Festschrift geben. Darin sollen unter anderem Beiträge zur Kirchengeschichte, zur Geschichte des Turnerheimes und zur Königin Marien- hütte erscheinen. "Ich stelle mir vor, dass mindestens zwei historische Firmen aus Cainsdorf vorgestellt werden", sagte Gerd Drechsler.

Das Rahmenprogramm für den Veranstaltungsmarathon steht. "Wir haben sehr viel Unterstützung von Vereinen, Firmen und auch den Einwohner selbst erhalten", sagte Gerd Drechsler. Dennoch werden weitere Sponsoren gesucht. Noch sind nicht alle Veranstaltungen finanziell abgesichert. Der Chef des Ortschafts- rates denkt da vor allem an das Feuerwerk am 24. August.

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