Coronakrise: Alle Wehren im Landkreis einsatzfähig

Stabsstelle erfasst Infektionsfälle unter den Einsatzkräften

Landkreis.

Fünf Einsatzkräfte aus den Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Zwickau haben sich bisher mit dem Coronavirus infiziert. 35 Frauen und Männer aus den Feuerwehren wurden von den Behörden vorübergehend in Quarantäne geschickt und konnten damit nicht zu Einsätzen ausrücken. Das teilte Kreisbrandmeister Alexander Löchel auf Anfrage mit.

Eine gesetzliche Meldepflicht der Feuerwehren bei einer Coronavirus-Infektion an die Stabsstelle für Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz des Landkreises besteht nicht. "Allerdings hat die Stabsstelle mit Beginn der Pandemie alle Feuerwehren angeschrieben mit der Bitte, stets die Anzahl von Infizierten und unter Quarantäne stehenden Einsatzkräften zu melden, um eine absehbare Nichteinsatzbereitschaft einer Feuerwehr im Blick zu haben und entsprechend reagieren zu können", sagt Löchel. Ihm zufolge gab es bisher keine Einschränkungen bei der Einsatzbereitschaft von Feuerwehren im Kreisgebiet. Der Landkreis verfügt über eine Berufsfeuerwehr, eine Werkfeuerwehr und 115 Ortsfeuerwehren.

3543 ehrenamtliche Einsatzkräfte stehen zur Verfügung. Davon können 1437 Frauen und Männer mit Atemschutztechnik eingesetzt werden. Eine überstandene Coronavirus-Infektion hat nicht zwangsläufig Auswirkungen auf Einsätze mit der Schutzausrüstung. "Die Leistungsfähigkeit des Einzelnen ist stets individuell zu betrachten. Bei dem Verdacht auf Einschränkungen nach einer Corona-Erkrankung sind diese über eine erneute Untersuchung auf Atemschutztauglichkeit abzuklären", sagt Löchel.

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