Das sorgt für Aufmerksamkeit

Der Vorsitzende der Grünen Liga Westsachsen demonstriert in Berlin. Ukrainische Delegation wirbt in Zwickau für ihre Heimatregion. Hobbykünstler zeigt in einer Ausstellung auch ein Selbstporträt.

Jörg Scheibner (51), Vorsitzender des Thierfelder Rassegeflügelzuchtvereines, gehörte am Wochenende zu den zehn Ausstellern, deren Tiere von den Preisrichtern das Prädikat "vorzüglich" erhielten. "Natürlich bin ich glücklich über diese Bewertung. Über eine andere Sache freue ich mich aber fast noch mehr. Bei uns haben diesmal nämlich zehn Jungzüchter ihre Tiere gezeigt. So viele Kinder und Jugendliche konnten wir bei den zurückliegenden 15 Ausstellungen noch nie begrüßen", sagte er. Schmunzelnd fügte Scheibner hinzu, dass er einen anderen Gast der Geflügelschau gerne als neues Mitglied in den Reihen des Vereines sehen würde: Bürgermeister Andreas Steiner. Das Stadtoberhaupt will im Sommer seinen Stuhl räumen und hätte dann mehr Freizeit. "Natürlich haben wir ihn während der Ausstellungseröffnung im Scherz daraufhin angesprochen. So richtig anbeißen wollte er aber nicht", ließ derVereinschef augenzwinkernd durchblicken. Aktuell gehören dem Rassegeflügelzuchtverein Thierfeld 35 Mitglieder im Alter zwischen vier und 84 Jahren an. Davon widmen sich etwa 15 aktiv der Geflügelzucht. (awo)

Andreas Trautmann (56) war einer von 27.000 Demonstranten, die am Samstag durchs Regierungsviertel in Berlin zogen und Klimaschutz und eine Agrarwende forderten. "Wir haben es satt" war Motto der Demonstranten. Trautmann, der von fünf Naturschützern aus der Region begleitet wurde, lobte die nette und positive Stimmung unter den Menschen, die alle wissen, dass es soviel zu tun gibt im Kampf gegen zu viel Nitrat im Grundwasser, das Artensterben und mit Antibiotika vollgepumptes Geflügel. Für ihn besonders beeindruckend war die Rede eines Brasilianers, der über Tote klagte, die an Pflanzenschutzmittelvergiftungen starben. Insektizide, die in Deutschland längst verboten sind, würden dort von der Luft aus weiträumig versprüht. (upa)

Ulrich Partzsch (74) stellt bei der 1.Hobbyausstellung des Wildenfelser Heimatvereins in der "Parkschänke" in Wildenfels 14 Bilder aus. Der Rentner, der in Rottmannsdorf zu Hause ist, war ein Schüler von Tatjana Lietz. Das Talent, sagt er, sei ihm vom Vater in die Wiege gelegt worden. Doch erst seit etwa drei Jahrzehnten beschäftigt sich der Mann, dem immer auch der Sport und der Gesang wichtig waren, ernsthaft mit der Malerei. Warum das? Partzsch ist sich da selbst nicht ganz so sicher. Lachend erklärt er, dass er noch nie von Schaffenskraft geplagt worden sei, dennoch sei es ein schönes Gefühl, sein Werk am Ende zu signieren. Wer ihn bei der Ausstellung, die bis Anfang Februar immer an den Wochenenden öffnet, nicht persönlich antreffen kann, kann sich trotzdem ein Bild von ihm machen. Partzsch hat ein Selbstporträt ausgestellt. Und auch über das Hobby seiner Frau Maria erfährt der Ausstellungsbesucher etwas: Sie klöppelt, wie ein weiteres Gemälde von Partzsch zeigt. (upa)

Roman Vislobokov, Delegationsleiter der Partnerstadt Volodymyr-Volynskyj, warb auf der Zwickauer Reisemesse zusammen mit sieben weiteren Delegationsmitgliedern für seine rund 1000 Kilometer entfernte westukrainische Heimatstadt. Auf ihrem Messestand präsentierte die Ukrainer Handarbeits-Unikate, darunter Perlstickereien, bestickte Designerkleidung und an Faberge-Eier erinnernde Kunstwerke aus Gänse- und Hühnereiern. "Der Künstler Anatolyj Boyko wird ,Volynskyj Faberge' genannt. Er stellt auf der ganzen Welt aus. Ihm ist es bisher als einzigem Künstler gelungen, die Eierschale für seine Werke wie eine Schnur auseinander zu ziehen. Er verziert mit Metall und Bernstein auch Eiern von Wachteln und vom Strauß und versteckt sie ineinander", sagte Vislobokov. Der Mann, der in seiner Heimatstadt das Kultur- und Tourismusamt leitet sowie für die Altertumspflege zuständig ist, trug ein kunstvoll verziertes Trachtenhemd. "Das Hemd hat meine Frau selbst bestickt. Das Tragen der Trachten ist bei uns sehr beliebt. In den Stickereien werden die traditionellen und modernen Elemente miteinander verbunden", sagte der künstlerisch und handwerklich begabte Vislobokov. So fertigte er vor den Augen der Messebesucher im Handumdrehen lederne Armbänder an. Und der Maler Igor Matsyuk gestaltete humorvolle Porträts. "Unsere Stadt hat eine tausendjährige Geschichte, die Ersterwähnung fand im Jahr 988 statt. Wir haben wunderschöne Sehenswürdigkeiten und tolle Veranstaltungen, zu denen wir gern Gäste aus Zwickau begrüßen würden. Am 16.Mai wird beispielsweise der Europatag in der Ukraine gefeiert. Im September haben wir ein gastronomisches Festival und im Oktober das Festival der traditionellen nationalen Kultur", berichtete Vislobokov. Die Kontaktaufnahme sei jederzeit über Sven Dietrich von der Zwickauer Stadtentwicklung möglich. (lth)

Judith Alms, Stipendiatin der Stiftung der Deutschen Wirtschaft, studiert Regionale und Europäische Projektentwicklung an der Westsächsischen Hochschule Zwickau. Sie hat ihr Stipendium bereits dreimal gezielt für das Sammeln internationaler Erfahrungen genutzt: "Ich habe ein Praktikum bei der Deutsch-Brasilianischen IHK in Brasilien absolviert, war für ein Semester in Frankreich, und zurzeit studiere ich an der University of South Bohemia in Tschechien. Die Stiftung der Deutschen Wirtschaft hat diese Aufenthalte erst ermöglicht, und dass sie sie finanziell unterstützt, hilft mir und meiner Familie enorm", sagt Judith Alms. Zwickauer Studierende können sich noch bis zum 27. April wieder für ein Stipendien der Stiftung der Deutschen Wirtschaft bewerben. Welches Fach jemand studiert, spielt bei der Stipendienvergabe keine Rolle. Ob Natur-, Wirtschafts-, Geisteswissenschaften oder auch musisch-künstlerische Fachrichtungen, ob Universität oder Fachhochschule: Alle haben dieselbe Chance. Grundvoraussetzungen sind gute Noten, gesellschaftliches Engagement, Zielstrebigkeit und soziale Kompetenzen. Der monatliche Förderhöchstsatz beträgt 744 Euro. Das Geld muss nicht zurückgezahlt werden. (ja)www.sdw.org/ studienfoerderwerk-klaus-murmann

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