Demo für Menschenrechte am Haupmarkt

Mit einem Banner "Seenotrettung ist kein Verbrechen" beteiligten sich am Samstagnachmittag zwölf Zwickauer am Rande des Hauptmarktes an dem bundesweiten Aktionstag, der eben unter diesem Motto stand. Veranstalter Wolfgang Wetzel hatte angesichts des Ferienbeginns nicht wirklich mit viel mehr Zuspruch gerechnet. "Dennoch wollten wir ein Signal setzen, dass es auch in Zwickau Menschen gibt, denen es nicht egal ist, dass im Mittelmeer Menschen sterben."

Wetzel mahnte: "Seit 2014 ertranken mehr als 18.000 Frauen, Männer und Kinder im Mittelmeer. Das sind mehr als Meerane Einwohner hat." Die Menschen seien auf der Flucht, deren Ursachen bis nach Deutschland reichen. "Etwa wenn nordafrikanische Küsten leer gefischt werden, damit wir hier billigen Fisch kaufen können ..." Und Menschen zu kriminalisieren, die andere vorm Ertrinken retten, ist ein Skandal, sagte der bündnisgrüne Wetzel. Vom Festival "Störfaktor", das zeitgleich auf dem Flugplatzareal lief, waren einige Punks gekommen, um ihre Sympathien für die Seenotretter zu zeigen. Auch auf dem Festivalgelände habe es Solidaritätsbekundungen gegeben. (upa)

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