"Die Atmosphäre ist gut"

Ute Scholz über eine Konzertreihe, die jetzt den Veranstaltungsort wechselte

Zwickau.

Gut besucht war die zehnte Schumann-Gala am Samstag in der Katharinenkirche. Sara Thiel sprach mit Mitorganisatorin Ute Scholz über die Gala.

Freie Presse: Welches Publikum zieht die Gala an?

Ute Scholz: Ganz einfach Schumann-Begeisterte. Das ist ja kein Sinfoniekonzert, wie wir es heute kennen. Die Konzerte vor mehr als 100 Jahren enthielten auch Lieder oder Solo-Stücke und waren für uns heute ungewohnt angeordnet.

Warum haben Sie sich dieses Mal für ein Konzert aus dem Jahr 1849 entschieden?

Man hätte auch ein anderes Vorbild nehmen können, denn Schumanns zweite Sinfonie wurde vor fast genau 170 Jahren uraufgeführt. Wir haben uns aber für dieses Konzert entschieden, weil Clara Schumann im Gewandhaus Leipzig musizierte und Robert Schumann dirigierte.

Was hat Sie bewogen, während der Gewandhaus-Sanierung in die Katharinenkirche zu gehen?

Die "Neue Welt" wäre zu groß. Die Kirche ist ein nahegelegener guter Ort für solch ein Konzert. Wir haben lange überlegt, ob das möglich ist - schon wegen des Klavieres. Aber das geht gut. Und schon bei den Proben haben wir gemerkt, wie gut die Atmosphäre dort ist.

Aber es ist anders.

Ja. Im Theater haben wir Lichtbilder gezeigt, um eine visuelle Beziehung zu den Stücken herzustellen. Aber das ist angesichts des Altars in der Kirche nicht angemessen.

Wie gut kommt die alte Aufführungspraxis an?

Gut. So etwas gibt es ja auch woanders. Allerdings machen wir tatsächlich keine Abstriche. Aus diesem Grund müssen wir uns immer Konzerte aussuchen, zu denen es auch alle Noten noch gibt.

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