Die Autoschlange hinter Radfahrern

Dürfen Radfahrer auf Straßen nebeneinander fahren? Der geänderte Paragraf 2 der StVO wird zum Streitfall.

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25Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 4
    1
    nevidimka
    12.07.2020

    Es hat sich lediglich die Formulierung in der StVO geändert. Schon vorher war nebeneinander Fahren erlaubt, wenn kein anderer dabei behindert wurde. Wie im Artikel erwähnt, ist es keine Behinderung i.S.d.StVO, wenn verkehrswidriges Wiederholen unter Missachtung des Mindestabstands durch nebeneinander Fahren verhindert wird. Es kommt zur scheinbar paradoxen Situation, dass auf ausreichend breiter Straße das nebeneinander Fahren dann nicht mehr zulässig ist.

    Es wäre schön, wenn Autofahrer Radfahrer als gleichberechtigten Verkehrsteilnehmer wahrnehmen würden. Als Radfahrer hälte man an geeigneter Stelle an, um einer Kolonne Überholen zu ermöglichen - das ist ebenfalls Teil der StVO.

  • 7
    2
    VaterinSorge
    12.07.2020

    Ich denke, es wird zukünftig nicht einfacher auch angesichts der zunehmenden Anzahl von e-Bikes. Es lässt sich sicherlich auch nicht mit Rücksicht, Vorsicht oder Freundlichkeit regeln, wenn Fortbewegungsmittel in wachsender Konkurrenz zu einander stehen. Sie müssen einfach getrennt werden. Für Autos die Straßen, für Fußgänger die Fußwege und für Radfahrer Radwege. Muss man auf die Straße für Autos als Fußgänger ausweichen, so läuft man hintereinander auf der Gegenfahrbahn um Fahrzeuge von vorn zu sehen und Blickkontakt zum Autofahrer zu bekommen und als Radfahrer rechts hintereinander, um so wenig wie möglich Verkehrsraum zu blockieren. Das gilt in der Stadt genau wie auf dem Land. Alle Regelungen, die übliche, eingespielte Verfahren schon in Frage stellen, führen immer mehr zu Konflikten. Egal, ob ich im PKW, LKW oder dem Rad unterwegs bin, führt jede Änderung der Regeln zu Stress. Fahrräder die mehr als 40 km/h fahren, Autos mit Mopedmotor, die weniger als 40 km/h fahren oder Transporter, die 180 km/h fahren, das ist alles nicht gesund. Wenn noch e-Roller oder einachsige Scooter unsere Wege kreuzen, dann wird's noch verrückter.

  • 3
    4
    Borbe
    07.07.2020

    Darum geht es mir doch gar nicht. Mir geht es darum, dass niemand egal ob Autofahrer oder Radfahrer mit dem Finger auf die anderen zeigen sollte. Das war allein der Sinn meiner Ausführungen. Keiner ist fehlerfrei.

    Im Straßenverkehr gibt es reichlich Konfliktpotential.
    Nur zwei Möglichkeiten wird es, meiner Meinung nach, geben. Entweder es werden alle ein bisschen rücksichtsvoller und entspannter oder es halten sich alle an die geltenden Gesetze und Bestimmungen. Ich denke ersteres ist einfacher ;)

  • 9
    1
    Steuerzahler
    07.07.2020

    @Borbe: "...oder es wird sich auf dem Fußweg einer Fusgängerampel genähert ohne die Geschwindigkeit zu reduzieren und zu schauen. Klar hat er grün...."
    Hier ist der Radfahrer offensichtlich dem Irrtum aufgesessen, dass die grüne Fußgängerampel auch für Radfahrer zählt. Das ist aber meines Wissens nur so, wenn er das Fahrrad schiebt. Wenn jemand also mit dem Fahrrad bei grün über den Fußgängerübergang "schießt" und dabei einen rechtsabbiegenden PKW erwischt, der einen grünen Pfeil hatte, dann trägt er mindestens eine Mitschuld.

  • 6
    2
    Borbe
    07.07.2020

    Nachtrag zu meinem Kommentar, da ich ausversehen auf Senden gekommen bin.

    Am Ende sollten sich alle Parteien, egal ob Radfahrer oder Autofahrer auf die gegenseitige Vorsicht berufen. Überall gibt es Verkehrsteilnehmer, die über die Strenge schlagen und alle anderen werden gleich mit verdächtigt. Wenn wir uns alle ein bisschen entspannen und lockerer werden, dann bin ich guter Hoffnung für die Zukunft.

  • 4
    2
    Borbe
    07.07.2020

    Dieses Thema beschäftigt die Verkehrsteilnehmer wahrscheinlich schon seit Fahrräder und Autos zusammen auf den Straßen fahren.
    Ich betrachte die Situation aus zwei Perspektiven.

    Zum einen als Radfahrer.
    In meiner Jugend habe ich Radsport aktiv betrieben und war daher viel auf Straßen unterwegs. Aus dieser Erfahrung heraus muss ich sagen, dass man immer in Konflikt steht. Eigentlich darf ich nicht auf dem Fußweg fahren. Wenn ich jetzt aber in Zwickau die Reichenbacher Straße entlang fahren will oder muss, so brauch man schon einiges an Mum in den Knochen und das obwohl es zwei Fahrspuren je Richtung gibt. Jetzt fahre ich auf der rechten Spur einen guten Meter entfernt von der Bordsteinkante um auch als Hindernis wahrgenommen zu werden und trotzdem gibt es Autofahrer, welche trotzdem versuchen sich vorbeizuquetschen. Sicherer wäre auf solchen Straßen sicherlich der Fußweg. Den darf ich aber eigentlich nicht benutzen, solange er nicht dafür ausgewiesen ist.
    Als Autofahrer.
    Hier fallen mir immer wieder Fahrradfahrer auf, die meinen, dass einige Gesetze für sie nicht gelten. An der Ampel wird sich am Bordstein entlang bis vor gedrängt oder es wird sich auf dem Fußweg einer Fusgängerampel genähert ohne die Geschwindigkeit zu reduzieren und zu schauen. Klar hat er grün aber wenn er im roten Winkel eines LKWs ist, dann geht es im günstigsten Fall nur mit verbalen Entgleisungen ab.

  • 8
    1
    Nixnuzz
    07.07.2020

    Dämliche Anmerkung: Als Pkw darf man keine Dashcam im Loop nutzen - aber die action-camera am Helm vom Radfahrer?? Wer darf/kann dann was verwertbar beweisen?

  • 20
    4
    Steuerzahler
    06.07.2020

    Das Fehlverhalten von Radfahrern dokumentieren? Und dann? Wie gehts weiter? Anhand des nicht vorhandenen Kennzeichens identifizieren? Wie bei allen Verkehrsverstößen ist die fehlende Kontrolle und Ahndung die Krux und für Radfahrer die Absolution.

  • 10
    24
    Radfahrer
    06.07.2020

    Und wenn man als Radfahrer mal Autofahrer/Motorradfahrer anzeigt, die sich nicht an den Mindestabstand halten und ggf. die Radfahrer noch nötigen durch Hupen oder Abdrängen, dann stellt die Staatsanwaltschaft das Verfahren ein, weil: "kein öffentliches Interesse" bestehe.
    Warum gibt es dann Gesetze, wenn letztendlich doch jeder Autofahrer/Motorradfahrer machen kann, was er will: Menschen gefährden - denn das sind Radfahrer und nicht das "Letzte" & "nichts wert" im Verkehr?!

  • 40
    6
    saxon1965
    06.07.2020

    Auch ich kenne beide Seiten.
    Deshalb käme ich nicht auf die Idee, an der Warteschlange vor einer roten Ampel, mich rechts vorbei zu zwängen, um dann wieder von allen Autos überholt zu werden. Oder neben dem gepflasterten Radweg auf der asphaltierten Straße zu fahren, damit ich zeigen kann wie schnell ich bin in meinem schicken Outfit. Der i-Punkt war letztens ein sportlicher Radfahrer, der mich im Auto gleich mal in einer 30siger-Zone überholte vor einem Kindergarten.
    Deshalb sollte es einen Fahrradführerschein geben. Kinder haben so etwas.

  • 22
    1
    thelittlegreen
    06.07.2020

    @Freigeist14
    Bei zwei Radlern sicher und gut umsetzbar. Da bin ich bei Ihnen.
    Im Beispielbild aus dem Archiv sicherlich problematisch da hier eine lange Perlenschnur entsteht. Da überhole ich lieber den Pulk im Klotz und habe es kürzer.
    Wie oft wird es individuell in der Situation zu bewerten sein. Die Variablen sind zu zahlreich.

  • 33
    30
    881924
    06.07.2020

    Ich finde es gut! Ich als Rennradfahrer (und Autofahrer) fahre seit der STVO Änderung immer nebeneinander damit ist das überholen für die Autofahrer eindeutig geklärt. Nämlich das sie nur überholen können und dürfen wenn die Gegenfahrbahn frei ist anders lässt sich der Mindestabstand nicht einhalten. Ich bin es einfach leid wenn Autos mit Abstand von geringer 50 cm an einen vorbei fahren. Zumal es oftmals einfach nur ein Augen zu und durch zu seinen scheint so habe ich pro Saison Jahr mindestens 2-3 Spiegel-Arm Berührungen und das ist keine Spaß.

    Mal ehrlich einfach mal mit dem Auto bremsen, blinken, richtig ausscheren, Gas geben und überholen ist doch nicht so schwer und dank Motorkraft auch noch ohne eigene Arbeit.

  • 61
    2
    Freigeist14
    06.07.2020

    Da kein Auto der Gruppe folgt ist das Nebeneinanderfahren schon okay .Aber sobald ein Auto naht fährt man wieder in Linie hintereinander . Jahrzehntelang bewährt .

  • 71
    0
    hkremss
    06.07.2020

    Es ist schön, dass immer mehr Menschen das Rad (wieder) entdecken. Aber Radfahrer/innen, die nebeneinander fahren, um zu 'quatschen' sind auch auf ausgewiesenen Radwegen ein zunehmendes Problem. Beispiel Chemnitzradtalweg, da sind einige der Meinung, sie könnten die gesamte Fahrbahn nutzen, egal ob andere Radfahrer überholen möchten oder ob man ihnen entgegen kommt. Ich finde, man muss während des Radfahrens nicht miteinander reden, wenn die Fahrbahn oder der Streckenverlauf es nicht problemlos zulassen. Dafür kann man dann mal eine Pause machen und sich irgendwo auf die Wiese setzen - und bitte nicht mitten auf dem Radweg stehen bleiben!

  • 46
    2
    j35r99
    06.07.2020

    Die Änderungen in der StVO und dem Bußgeldkathalog sind undurchdachtes Stückwerk und schaffen keine Rechtssicherheit für Verkehrsteilnehmer.

  • 27
    7
    Freigeist14
    06.07.2020

    Sehe ich wieder das Archivfoto ,auf dem ein Rennradfahrer den Helden spielen will ?Victory-Zeichen und keinen Helm auf .

  • 34
    8
    Lesemuffel
    06.07.2020

    Na, was denn nun? Ein "Beweisfoto"? Bei Dashcam wird auf den Datenschutz verwiesen, beim Foto nicht?

  • 47
    14
    Pixelghost
    06.07.2020

    Ich habe als Autofahrer nichts dagegen, wenn Radfahrer nebeneinander fahren, so lange sie niemanden behindern.

    Aber: Die Damen quatschen und sind unkonzentriert, wie ich das auch schon bei Autofahrerinnen mit Beifahrerin und erlebt habe.
    Um miteinander zu kommunizieren muss man sich ansehen. Und dabei kommt man aus der Fahrspur, merkt nicht, wenn die Ampel auf Grün schaltet, blinkt nicht und wird selbst innerorts zum Verkehrshindernis.

    Die Reaktion des Gesichts auf das Gesagte scheint ungeheuer wichtig zu sein.

    Und manchen Radfahrer ist die StVO - und die darin enthaltenen auch für sie geltenden Regeln - sowieso offensichtlich unbekannt.

  • 40
    0
    SzB85
    06.07.2020

    Die genannte Straße und viele andere Hauptstraßen im Zwickau bräuchten Radstreifen oder lieber parallele Radwege daneben. Ruhig Freizeitradeln kann man eigentlich nur der Mulde entlang und Richtung Marienthal.

  • 60
    19
    Gegs
    06.07.2020

    Das ist ganz typisch Radfahrer. Statt im Interesse ihrer eigenen Sicherheit auch mal einen müh zurück zu stecken, wird sturr auf die Regeln gepocht. Wenn dann etwas passiert, ist leider ausschließlich der Autofahrer schuld. Dabei heißt es doch, gegenseitige Rücksichtnahme.
    (Ich fahre Rad und Auto - mal so, mal so. Aber wenn ich sehe, dass ein Autofahrer mich schlecht sehen kann, z.B. an Hausausfahrten, lasse ich ihm den Vortritt.)

  • 30
    66
    Mawelix
    06.07.2020

    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum Autofahrer sich so stark über nebeneinander fahrende Radfahrer aufregen.
    Für ein Überholen muss die andere Fahrbahn eh frei sein, und die "Schlange" an Radfahrern wird dadurch deutlich kürzer, man ist also schneller vorbei. Es ist also eigentlich im Sinne der Autofahrer, dass Radfahrer nebeneinander fahren (sofern es 2 Spuren gibt)

  • 76
    5
    Engel1
    06.07.2020

    Meine Meinung ist STVO hin oder her wenn ich mit einem 2 Rad unterwegs bin, ob Fahrrad oder Motorrad, ist es doch im eigenen Interesse die Gefahr für mich soweit es geht zu minimieren da ich immer gegen ein Auto den kürzeren ziehe. Wenn ich körperlich Geschädigt bin ist es doch zweitrangig ob ich im Recht bin oder nicht. Der Blechschaden kann repariert werden beim eigenen Körper ist das oft nicht möglich.

  • 58
    7
    fnor
    06.07.2020

    Als Radfahrer wünsche ich mir, dass bergauf die Fahrbahn breiter ist und einen Schutzstreifen hat. Dann kann man mich gefahrlos überholen. Wenn ich kein lansames Hindernis bin, dann werde ich auch nicht gefährlich überholt. Außerdem könnte es die Akteptanz der Radfahrer im Straßenverkehr fördern.

  • 55
    15
    quatschkopf
    06.07.2020

    Mal abgesehen vom "dürfen die den das?" zeigt das wieder mal das die Straßen fast nur für Autofahrer gedacht wurden. Radwege sind Mangelware. Das z.B. außerorts bei neuen Landstraßen nicht immer auch ein Fuß- und Radweg mit daneben gebaut wird verstehe ich nicht.

  • 81
    7
    OmaundOpa
    06.07.2020

    Man sollte es aber auch nicht übertreiben als Radfahrer. Warum muss man nebeneinander fahren um sich zu unterhalten? Fahre auch Rad, aber das mache ich nicht bzw. nur auf Radwegen- wenn es geht. Es gilt immer noch die Regel, Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme... Bin auch Autofahrer und immer in Sorge wenn ich hinter mehreren Radfahrern fahre.