Die Farben des Frühlings leuchten in den Himmel

Grüner wird's nicht In Zwickau gibt es eine Fülle verschiedener Bäume und Sträucher. Entlang der Mulde zeigt die Natur ihre Schönheit.

Zwickau.

Forsythien, Zierkirschen und Felsenbirnen gibt es zahlreich auf Zwickaus Plätzen und Grünanlagen. Sie wurden gepflanzt, um das Auge zu erfreuen. Diese Aufgabe erledigen sie derzeit mit Bravour. Selbst wenn das Wetter winterlich anmutet, ist die Flora schon ganz in Frühlingslaune. Auf einem Spaziergang zwischen dem Schlobigpark und dem Muldeparadies lässt sich das aktuell sehr gut beobachten.

So schön diese Pracht ist: Sie kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass alle drei Pflanzen gewissermaßen Blender sind. Die Forsythie verwandelt sich nach der Blüte - etwa im Mai - in einen einfachen grünen Strauch. Aus den leuchtend gelben Blüten entwickeln sich keine Früchte. Auch für Bienen ist die Pflanze uninteressant - übringens ganz im Gegensatz zu Gärtnern. Denn die Blüte der Forsythie, die zu den Ölbaumgewächsen gehört und mit ihren meisten Arten ursprünglich aus Ostasien stammt, zeigt an, dass es Zeit ist, die Rosen im Garten zu schneiden. Damit hat sie dann im Jahresverlauf ihren Zweck erfüllt. Ein Hinweis noch: Die Pflanze ist ganz leicht giftig. Der Verzehr von Pflanzenteilen führt meist zu Übelkeit - dennoch werden Eltern darauf hingewiesen, ihre kleinen Kinder nicht unbeaufsichtigt in der Nähe der Sträucher zu lassen.

Christoph Ulrich

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Auch die Zierkirsche - der wissenschaftliche Name lautet Prunus subhirtella Fukubana - ist ein häufiger Gast in Zwickau. Sie kommt ursprünglich von der japanischen Hauptinsel Honshu zu uns, um dem Frühling einen rosafarbenen Anstrich zu verleihen. Eigentlich ist die Higan-Kirsche eine Wildkirsche. Die Gewächse, die hierzulande in Parks und Gärten gedeihen, sind allerdings reine Zierpflanzen, die keine Früchte ausbilden. Dafür erfreuen die Laubblätter die Naturliebhaber später, im Herbst, mit sonnigen Gelb- und Orangetönen.

In zahlreichen Parks und auch entlang des Mulderadweges fallen derzeit auch Sträucher mit weißen Blüten ins Auge. Sobald sie blühen, führen Bienen einen wahren Freudentanz auf. Die Kupferfelsenbirne - Amelanchier lamarckii - ist eine wichtige Bienenweide. Außerdem verträgt sie sowohl Frost als auch längere Trockenperioden, damit ist die Nordamerikanerin bestens für die westsächsische Witterung geeignet. Doch auch die Kupferfelsenbirne ist nicht das, was sie zu sein scheint. Sie ist nämlich keine Birne, sondern gehört wie die Aronia zu den Apfelfrüchten. Wie bei Äpfeln auch enthalten die Kerne Blausäure-Glykoside, die leicht giftig sind - wenn man sie in größeren Mengen zerkaut. Unzerkaut werden sie einfach wieder ausgeschieden. Das Wildobst ist nicht nur bei Vögeln beliebt. Wegen ihres hohen Zucker- und Pektingehaltes werden die Früchte gern zu Konfitüren und Gelees verarbeitet.

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