Die Königin Marienhütte füllt die "Hütte"

Große Resonanz auf Gedenktag in Cainsdorf - Unternehmen war einst bedeutendstes seiner Art in Sachsen

Zwickau.

Erfolgreicher "Tag der Königin Marienhütte" im Zwickauer Ortsteil Cainsdorf. Im Landgasthof "Goldene Sonne" ist am Sonntag eine Ausstellung des Heimatvereins mit 150Bildern gezeigt worden, die an das zeitweilig bedeutendste Eisenhüttenwerk Sachsens erinnerte. Es war vor 180 Jahren gegründet und 1950 geschlossen worden. Neben Gesang vom Knappenchor des Steinkohlenbergbauvereins war Historiker und Buchautor Norbert Peschke für die Unterhaltung zuständig: In dem bis auf den letzten Stehplatz gefüllten Saal stellte er sein neues Buch "Geschichte der Königin-Marienhütte und anderer Eisenwerke Zwickaus" vor. Sein längerer Bildvortrag hatte die Gründung und den Betrieb der Hütte, die wichtigsten Personen, die einzelnen Abteilungen und das Sozialwesen zum Inhalt.

Am Nachmittag führten die Eigentümer des früheren Hütten-Geländes die mehr als 100 Interessenten durch den heutigen Betrieb. Dort erinnern noch etliche steinerne Zeitzeugen an die großen Zeiten. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hatte sich die Hütte zum größten Eisenhüttenwerk Sachsens mit bis zu 2500 Beschäftigten entwickelt. Der erste Dampfhammer der Welt, das "Blaue Wunder" in Dresden und die Erfindung des Überflurhydranten sind Errungenschaften, die mit dem Unternehmen verbunden sind.


Cainsdorf begeht in diesem Jahr gleich vier Jubiläen: 180 Jahre Königin Marienhütte, 150 Jahre Kirchweih, 90 Jahre Turnerheim und 20Jahre Eingemeindung. (nope)

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