Die Kunst, andere zu begeistern

Ein Treckerfan hält die Tradition hoch. Ein Kaninchenzüchter trotzt der Chinaseuche. Eine Zwickauerin gestaltet besondere Geschenke.

Mario Kunz (50) ist Traktorenlieb- haber. Er hatte vor dem Wochen- ende in Anbetracht der miesen Witterung ständig den Wetterverlauf im Auge behalten. Kunz gehörte auch in diesem Jahr wieder zum harten Kern, der hinter der Organisa- tion des Burkersdorfer Treckertreffens stand. Mit inzwischen zwölf Auflagen gehört es zu den ältesten seiner Art in der Region. "Regen ist für Freiluftveranstaltungen immer schlecht. Die wahren Traktorenfahrer kann das nicht abhalten, aber bei den Besuchern sieht das schon anders aus", sagte er. Trotz der Tatsache, dass noch am Morgen bei den letzten Aufbauarbeiten ein kräftiger Regenschauer niederging, zogen die Burkersdorfer ihr Traktorentreffen durch. Bedenken der Besucher, eventuell mit ihrem Pkw auf der durchweichten Parkplatzwiese hängen zu bleiben, konnte Mario Kunz zerstreuen. "Für den Fall der Fälle halten wir hangabwärts immer eine Ausfahrtmöglichkeit offen. Zudem gibt es einige befestigte Stellplätze. Und natürlich stehen genug Trecker zur Verfügung, die wir hier als Zugmittel zum Rausschleppen einsetzen könnten." Auf dieses letzte Hilfsmittel mussten die Burkersdorfer am Sonnabend aber glücklicherweise nicht zurückgreifen. (awo)

Janett Fischer (37) aus Zwickau hat beim "Earthchild Festival" in der Zwickauer Kunstplantage für das Kinderlabel "Lotta und Pepe" die Werbetrommel gerührt. Die Idee stammt von ihr und Kathrin Junghans. Die beiden Diplomdesignerinnen haben sich dabei von ihren erstgeborenen Kindern Lotta und Pepe inspirieren lassen - auch hinsichtlich des Namens. "Wir ent- wickeln Dinge zum Spielen und Kuscheln für die Kleinsten der Kleinen. Die Accessoires sollen nicht nur in die Kinderzimmer, sondern auch in die Herzen einziehen", sagte Janett Fischer. Zu den Besonder- heiten gehören Kissen mit den Geburtsdaten des Babys - beispielsweise als Geschenk zur Geburt oder Taufe. Dafür wird ausschließlich Biobaumwolle, die frei von jeglichen Schadstoffen ist, verwendet. "Es war vor allem für Familien ein schönes Festival. Die Kinder konnten viel entdecken", fasst die Zwickauerin ihre Eindrücke vom "Earthchild Festival" zusammen. Allerdings wurden mehr Besucher erwartet. (hof) Gudrun Thriemer (68), Keramikerin, zeigt bis Mitte September in der Schlossgalerie in Wildenfels eine Auswahl ihrer Arbeiten. Passend zur Umgebung hat sie der Ausstellung den Titel "Von Schlossdamen und Mosaikkunst" gegeben. Das Thema spiegelt sich unter anderem in den schwungvoll gestalteten Porträts ihrer "Schlossdamen" wider, die im Lesesaal der gräflichen Bibliothek zu sehen sind. "Für die Porträts gibt es keine realen Vorbilder. Bei mir ist es so, dass ich derartige Sachen anfange, dann schaut mich irgendwann ein Gesicht an, und ich arbeite es heraus", sagte die Künstlerin. Bei anderen Ausstellungsobjekten inspirierte sie das Umfeld. So reifte in ihr nach einem Besuch des Blauen Salons des Schlosses die Idee, die besondere Farbgebung und die ornamentalen Muster der Seidentapeten in großen Keramikschalen umzusetzen. Herausgekommen sind mosaikartige Dekore und fantasievolle Ornamente, die sich harmonisch in das außergewöhnliche Ambiente des Salons einfügen. Gudrun Thriemer hat nach einer Töpferlehre an der Kunsthochschule auf Burg Giebichenstein Keramik studiert und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Neuwürschnitz. (awo) Steffen Buchmann (52), Kaninchenzüchter, fungiert seit fünf Jahren als Ausstellungsleiter der Burkersdorfer Kleintierzüchter. Diese Aufgabe nahm er auch am Wochenende bei der Kaninchen-Jungtierschau wahr. Während andere Vereine ihre Schauen in Anbetracht der grassierenden Chinaseuche abgesagt haben, ließ man sich in Burkersdorf davon nicht beeindrucken. "Es wurde von offizieller Stelle keinerlei Ausstellungsverbot erlassen. Außerdem ist in unserem unmittelbaren Einzugsgebiet bislang kein derartiger Krankheitsfall bekannt geworden. Deshalb haben wir uns entschieden, die Ausstellung durchzuführen", sagte er. 18 Aussteller folgten der Einladung zur Jungtierschau. Die Qualität der 110 gezeigten Tiere schätzte Buchmann als sehr gut ein. "Es sind wirklich schöne Exemplare darunter, die hohe Bewertungen erhalten haben. Auch die Rassen- und Farbschlagvielfalt kann sich sehen lassen." Die nächste Ausstellung der Burkersdorfer Kleintierzüchter steht Anfang Dezember auf dem Programm. Dann wollen sich auch wieder die Geflügelzüchter beteiligen. (awo)

Ramona Markstein (36), Künstlerin aus dem Hartensteiner Ortsteil Thierfeld, zeigt eine Auswahl ihrer Arbeiten in der Glauchauer Galerie "Art Gluchowe". Marksteins Bilder sind keine, die man mal eben so im Vorbeigehen erfasst. Es sind die Details, die sie besonders machen. Sowohl analoge als auch digitale, am Computer entstandene Werke präsentiert sie in dieser Ausstellung. Etwa das Porträt "Sterni mit Hund". Sterni ist Musiker, richtig heißt er Stefan Mösch, war Leadsänger und Gitarrist der erzgebirgischen Band De Krippelkiefern. Ihn hat Ramona Markstein in Farbe gemalt, gemütlich sitzend mit Hund und einer Flasche Bier in der Hand. Oder ihr farbenfrohes Selbstbild mit Mobiltelefon. Da glänzt vom Scheitel her goldenes Papier fast wie eine Krone. "Eine gelungene Ausstel- lung mit sehr dynamischen Bil- dern, die von den porträtierten Menschen lebt", sagte Nico Tippelt, Präsident des Glauchauer Kunstvereins. (ck)

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