Die nächste Großbaustelle steht Kirchberg ins Haus

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Auerbacher und Bahnhofstraße werden 2021 und 2022 zumindest in Teilen repariert. Schwierige Zeiten prophezeit die Stadtchefin ihren Bürgern.

Kirchberg.

In diesem Jahr soll der schon lange geplante Ausbau von Auerbacher und Bahnhofstraße in Kirchberg beginnen. Bürgermeisterin Dorothee Obst (Freie Wähler) stellt die Bürger schon jetzt auf "schwierige Zeiten" ein. "Dennoch sollten wir froh sein, dass die Straßen gemacht werden", sagte sie zur letzten Ratssitzung. Einstimmig hat der Rat eine entsprechende Ortsdurchfahrtsvereinbarung mit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr dazu verabschiedet. Die Stadt selbst plant im Zuge dieses Bauvorhabens, die Fußwege und Parknischen mit zu erneuern.

Federführend bei diesem Projekt ist das Landesstraßenbauamt, das für die Staatsstraße S 277 zuständig ist. Geplant ist, konkret zwischen den Anbindungen Ernst-Schneller- und Gartenstraße die Fahrbahn zu erneuern. Zeitgleich wollen die Wasserwerke Zwickau Misch- und Trinkwasserleitungen auswechseln, die Inetz GmbH neue Gasleitungen verlegen und Envia-Tel Telekommunikationskabel erneuern. Kirchberg will die Parkbuchten asphaltieren und die Gehwege mit Beton- und Granitpflaster befestigen. Auch die Straßenbeleuchtung der Bahnhofstraße werde modernisiert und mit LED-Technik ausstaffiert.

Die Stadt rechnet für ihren Teil mit Ausgaben von 336.000 Euro, hofft allerdings auf Fördermittel aus dem kommunalen Straßenbauprogramm. Damit würde sich der Eigenanteil auf rund 34.000 Euro beschränken. "Der Baugrund ist schwierig, mit belastetem Material ist zu rechnen", begründete Obst, warum die Stadt keinen grundhaften Ausbau der Gehwege, sondern nur eine Oberflächensanierung plant. Grober Bauzeitbeginn ist das Frühjahr, allerdings habe es noch keine Ausschreibung gegeben. Starten soll das Vorhaben, das sich bis ins Jahr 2022 ziehen werde, theoretisch an der Bahnhofstraße. Verschiebt sich alles nach hinten, könnte es auch am Brühl losgehen. "Die Brühl-Kreuzung kann wegen des Busverkehrs nur in den Sommer- ferien gebaut werden", so Obst.

Für CDU-Ratsmitglied Christian Otto ist wichtig, dass es nicht bei diesem Teilstück bleibt. Die Staatsstraße muss komplett saniert werden. Zudem fordert er intensive Gespräche mit den anliegenden Laden- inhabern ein. Der Zugang zu deren Geschäften müsse immer ermöglicht werden. "Keiner weiß, wer von ihnen diese aktuelle Krise überlebt", sagte Otto. Doch wer es schafft, dürfte nicht vom Straßenbau "den Todesstoß" bekommen.

Bürgermeisterin Obst ergänzte, dass schon die Aufrechterhaltung der Rettungswege eine Herausforderung sei. "Um die zu gewährleisten und um den Händlern zu helfen, soll die Baumaßnahme zeitlich auseinandergezogen werden", so Obst. Für Fußgänger werde man immer einen Durchgang ermöglichen. CDU-Ratsmitglied Thomas Kaiser regte an, auch gleich die Straßenbeleuchtung am Brühl mit zu erneuern. Obst zufolge ist auch das eingeplant.

Die schadhafte Straße sollte schon lange gebaut werden. Wegen des Baus der Lengenfelder Straße und des Brückenbaus in Silberstraße war die Straße jedoch als Umleitung notwendig.

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