Ehemaliger Schulhof wird aufgepeppt

Noch ist unklar, ob das Freizeitzentrum Crinitzberg in diesem Jahr seine Pforten öffnet. Denn die Gemeinde sucht immer noch eine Firma, die zwei Vordächer anbringt.

Obercrinitz.

Der Umbau der ehemaligen Oberschule mit ihren verschiedenen Gebäuden zum Freizeitzentrum Crinitzberg befindet sich auf der Zielgeraden. Die Gemeinderäte haben während der jüngsten Sitzung ein Bauunternehmen mit der Gestaltung der Außenanlagen beauftragt. Neu ausgeschrieben werden muss hingegen die Vergabe der Bauleistungen für den Anbau von Vordächern am Haupteingang sowie am Speisesaal. Laut Bürgermeister Steffen Pachan (Bürgerkomitee) hatte sich an der Ausschreibung kein einziger Baubetrieb beteiligt.

Hinsichtlich der Außenanlagen ist dem Rathauschef zufolge vor allem vorgesehen, die Park- und Fahrflächen mit Betonpflaster zu belegen und die Grünfläche am Speisesaal zu vergrößern. Außerdem soll der ehemalige Schulhof eine Splittoberfläche erhalten. "Für das Bauvorhaben sind für das Haushaltsjahr 2018 einschließlich Planungskosen genau 100.000 Euro eingestellt worden",sagt der Gemeindechef. Außerdem fließen über das Programm "Kleinere Städte und Gemeinden - überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke" (KSP) Fördermittel. Mit dem KSP unterstützt der Freistaat vornehmlich Gemeinden mit weniger als 17.500 Einwohnern, die ihre Infrastruktur mit anderen Kommunen anpassen wollen. Die Förderung zielt dabei auf die Zusammenarbeit jener Gemeinden ab, die beim Infrastrukturangebot langfristig kooperieren und dadurch die Lebensqualität stärken wollen.

Die Erwartungen der Einwohner sind jedenfalls groß. Denn der seit 2015 laufende Umbau des Schulareals zum Freizeitzentrums Crinitzberg befindet sich auf der Zielgeraden. So hatten sich Pachan und der zuständige Planer Edi Kern schon vor Monaten darauf geeinigt, die Sanierung des Komplexes nicht erst wie geplant 2019 zu beenden, sondern schon in diesem Jahr. Ob die erneute Ausschreibung der Arbeiten zum Errichten der Vordächer dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung machen, bleibt abzuwarten.

Dass die Gemeinde für die seit 2005 leer stehende Schule eine sinnvolle Nachnutzung gefunden hat, darüber ist Pachan froh. "Im Freizeitzentrum treffen sich junge und alte Menschen", sagt er. Das sieht Planer Kern ähnlich, der seit 27 Jahren die Dorferneuerung nicht nur in Crinitzberg begleitet. "Wenn die Dörfer nicht attraktiv sind, wandern junge Leute ab."

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