Ein Bus für den Zwickauer Expressionisten

Die Kunstsammlungen Zwickau/Max-Pechstein-Museum haben einen neuen Botschafter, der am Dienstag in der Stadt vorgestellt wurde. Es handelt sich um einen Bus, der in Deutschland und Europa unterwegs sein und dabei rund 50.000 Kilometer pro Jahr zurücklegen wird. Ein Porträt des Zwickauer Expressionisten Max Pechstein und dessen Zitat "Malen ist ein verdammt feines Laster" zieren den Bus, in dem laut Heike Reinke von der Pressestelle der Stadtverwaltung 25 Personen Platz finden.


Max Pechstein sei nicht nur ein bedeutender Maler und Grafiker gewesen, Reisen habe für den gebürtigen Zwickauer ein existentielles Bedürfnis dargestellt. So reiste er für seinen Aufenthalt in Palau 1914/15 einmal um den Globus, wie Annika Weise, Kuratorin des Max-Pechstein-Museums, sagte. "Nach seinem Studium an der Dresdener Kunstakademie hat er früh Italien und Frankreich bereist, fand ein erstes Malerparadies in Nidden auf der Kurischen Nehrung. Die lebenslange Sehnsucht nach Ursprünglichkeit führte ihn schließlich regelmäßig nach Leba und Rowe in Hinterpommern, wo er seine zweite Heimat fand."

Ermöglicht hat den Pechsteinbus der Busbetrieb Steffen Beck, der die Flächen kostenlos zur Verfügung stellt. Beck engagiert sich nicht das erste Mal in dieser Weise für Zwickau: Bereits 2010 konnte ein Schumannbus präsentiert werden. 2015 folgte dann ein neuer. 2016 kam ein August-Horch-Bus dazu. (sf)

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