Ein "Deal" macht Sporthallenbau möglich

Seit Juli wird am Neubau der Zwei-Feld-Halle des Gymnasiums "Am Sandberg" gearbeitet. Am Mittwoch wurde offiziell der Grundstein gelegt.

Wilkau-Haßlau.

Dass die Arbeiten für die neue Zweifeld-Sporthalle des Gymnasiums am Sandberg in Wilkau-Haßlau überhaupt beginnen, ist einem "Deal" geschuldet. Jedenfalls fiel das Wort bei der Grundsteinlegung am Mittwoch gleich mehrfach, wenn auch stets im positiven Sinn. Bis zum Jahresende befand sich neben der alten Turnhalle am Gymnasium auch die Sporthalle Mozartstraße im Eigentum des Landkreises. Die Stadt Wilkau-Haßlau hatte nach langwierigen Verhandlungen die Sporthalle an der Mozartstraße für reichlich 1 Million Euro übernommen. Das versetzte den Landkreis Zwickau finanziell in die Lage, den Neubau anzugehen.

Für einen Teil der Ausstattung ist schon gesorgt. Zur Grundsteinlegung erhielt Schulleiterin Katrin Eidner statt Blumen gleich mehrere Hand-, Volley- und Medizinbälle von den am Bau beteiligten Firmen und auch von Kultusminister Christian Piwarz (CDU) als Geschenk. Vorerst werden die Bälle eingelagert und erst zur Einweihung der Halle, die für September 2019 geplant ist, eingesetzt.

Etwas mehr als 3 Millionen Euro lässt sich der Landkreis den dringend benötigten Neubau kosten. Mehr als 2,2 Millionen Euro davon werden über Fördermittel aus dem Programm "Brücken in die Zukunft" finanziert. Die alte Turnhalle ist marode und entspricht längst nicht mehr den heutigen Anforderungen. Daher müssen die älteren Gymnasiasten für den Sportunterricht die weit entfernt liegende Sporthalle an der Mozartstraße nutzen. Das kostet den Landkreis rund 70.000 Euro allein an Fahrtkosten im Jahr. "Für Schüler und Lehrer ist das nicht optimal", sagte die Schulleiterin.

Dabei gab es zur Grundsteinlegung am Mittwoch noch eine Besonderheit. Traditionell wurde eine Kupferröhre mit der aktuellen Ausgabe der "Freien Presse", des Amtsblattes des Landkreises, einem Stundeplan für die Sportstunden und Informationsmaterial zum Gymnasium in die Bodenplatte der neuen Sporthalle eingemauert. Quasi gesichert wird die Röhre gleich durch zehn Finger. Landrat Christoph Scheurer (CDU) und Minister Piwarz hinterließen jeweils einen Handabdruck im feuchten Beton. "Ich bin sehr froh, dass die Schule endlich die Sporthalle bekommt, die sie verdient", sagte Katrin Eidner. Dass sich der Bau einer Sporthalle für das Gymnasium durchaus lohnt, zeigten nicht nur die fünf Mädchen der Akrobatikgruppe mit ihrer Show, sondern auch etwa 20 Mädchen und Jungen, die Sportarten nachstellten, die im Unterricht und auch in den außerschulischen Arbeitsgemeinschaften beliebt sind - vom Tennis bis zum Judo.


Neubau - eine Chronik

Der Kreistag beschließt am 15. Juni 2016 den Neubau der Zweifeld-Sporthalle im Rahmen des Förderprogrammes "Brücken in die Zukunft".

Zuvor hatte der Stadtrat von Wilkau-Haßlau am 26. Mai 2016 beschlossen, dem Landkreis die Vierfeld-Sporthalle an der Mozartstraße abzukaufen. Die Halle wurde am 31. Dezember 2017 übergeben.

Im Februar 2018 wurde der Bauantrag für den Sporthallen-Neubau positiv entschieden.

Der Wirtschafts-, Bau- und Umweltausschuss vergab auf seiner Sitzung im Mai 2018 die ersten Aufträge unter anderem für die Rohbau- und Zimmermannsarbeiten.

Im Juli beginnt der Neubau mit einer Gesamtlänge von 46,5 und einer Breite von 35,5 Metern auf dem ehemaligen Parkplatz des Gymnasiums. (nkd)

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