Ein Geburtstagsgeschenk für alle

Zu einem Fest der Lichter hat das SOS-Kinderdorf am Samstag mehr als 1500 Gäste eingeladen. Für Besucher und die Hausherren war das ein besonderer Tag.

Zwickau.

Ein Licht in den Herzen ihrer Bewohner zu entzünden - das ist die Aufgabe der Erwachsenen, die im SOS-Kinderdorf an der Rottmannsdorfer Straße arbeiten. Am Samstag aber wurden in der Einrichtung so viele Lichter entzündet, dass es für mehr als 1500 Gäste reichte. Sie kamen zum 25-jährigen Bestehen der Einrichtung: teils aus Neugier, aber auch, weil das Kinderdorf im vergangenen Vierteljahrhundert zu einem ganz besonderen Teil der Stadt geworden ist. Das Fest der Lichter begleitete die Gäste bis in den finsteren Abend hinein. Und es gab viele kleine Quellen, die das Dunkel erleuchteten.

Freundliche Gespenster: Im Zaubergarten raschelten geisterhafte Wesen im Wind: Ein Luftballon, darüber durchsichtiger Stoff oder Folie gelegt und am "Hals" zusammengebunden - fertig ist die Spukgestalt, vor der niemand Angst hat. Victoria, Sandra und Patrick haben das etwas abseits gelegene Zauberlabyrinth für sich entdeckt. Die Kinder waren es, die ihre Mutter an diesem Tag ins Kinderdorf eingeladen haben. Die nahm ihre Drei in den Arm und sagte: "Darüber freue ich mich ganz besonders." Victoria staunte über die vielen tollen Dekorationen. "Es ist so cool, wie viel Mühe sich alle gegeben haben." Hinter ihr an einem Busch sammelten sich im Laufe des Nachmittages rundgebogene Knicklichter, die das bunt gewordene Gewächs am späten Abend zum vermutlich meistfotografierten Busch des ganzes Landes machten.

Blaulicht und Leuchtmast: Neugierige Gäste hatten auch die Männer von der Freiwilligen Feuerwehr Cainsdorf. Denn Blaulicht - das ist ein offenes Geheimnis - ist ein wahrer Kindermagnet. "Allerdings sind sie immer zuerst fasziniert. Wenn sie aber nahe herankommen sollen, haben sie Respekt", sagt Hendrik Kretzschmar. Wer sich aber traut, dem zeigen die Feuerwehrleute, wie viel Beleuchtung der neue Einsatzwagen mit sich bringt. Da gibt es nicht nur die blauen Lichter, sondern auch eine helle Rundumbeleuchtung, damit die Helfer nachts sehen können, was sie tun. Und besonders bei Unfällen auf der dunklen Autobahn ist der Lichtmast wichtig. Kretzschmar lässt ihn vom Dach des Wagens in die Höhe wachsen und zeigt, wie ein dreh- und schwenkbares LED-Feld fast taghelles Licht dorthin bringt, wo es gebraucht wird.

Lichter mit Knalleffekt: Für die letzte Erleuchtung des Abends sorgte Organisator und Pyrotechniker Karsten Hunger aus Wilkau-Haßlau persönlich. Er hatte die Idee für dieses Fest - und er ließ es mit einem zehnminütigen Feuerwerk enden. Allein die Feuerwerks- und Lasershow zur Musik brauchte rund vier Wochen zur Vorbereitung, sechs Stunden lang wurde die Technik aufgebaut. Übrigens hätte selbst Regen die Show nicht gefährdet - Hunger hätte schon dafür sorgen können, dass das Finale nicht ohne Knalleffekt stattfindet. Nur einen Knopfdruck brauchte es am Ende, und die Arbeit des Fachmanns bescherte den Zuschauern ein Erlebnis, das wohl alle mit ins Bett nahmen - und ein Lächeln obendrein.

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