Ein Hauch Erotik für den guten Zweck

Biker aus der Region haben ein ganz besonderes Kalenderprojekt initiiert. Damit wollen sie Kranken helfen.

Zwickau/Stützengrün.

Von wegen Biker stehen nur auf ihre heißen Öfen. Manchmal ist es auch eine heiße Frau, die die Blicke der Zweiradfans magisch anzieht - zum Beispiel, wenn sich auf einem Kalenderblatt eine Schönheit lasziv auf einem Motorrad räkelt.

Genau für so ein Exemplar voller knisternder Erotik stand kürzlich Doreen Männel aus Stützengrün vor der Kamera - im Lack- und Lederoutfit. Kein Problem für die vierfache Mutter, die nebenberuflich unter dem Künstlernamen "Ostara" in der Lack- und Leder-Szene modelt. In diesem Fall aber ging es um mehr, als sich nur für ein paar Kalenderbilder ablichten zu lassen. "Yvette und Thomas Schubert, beides leidenschaftliche Biker, wohnen auch in Stützengrün und sind Freunde von mir. Ihr Sohn Johannes leidet an Mukoviszidose, einer heimtückischen Erbkrankheit." Dank der Unterstützung durch den Mukoviszidose-Verein habe der Junge schon zwei Mal zur Kur fahren können. "Um diesem tollen Verein auch etwas Gutes zu tun, entstand die Gruppe 'Bikers and friends against Mukoviszidose 2017' und die Idee, einen besonderen Kalender zu gestalten", berichtet Doreen Männel. Biker aus dem Erzgebirge, dem Vogtland, dem Raum Leipzig und aus Ostthüringen arbeiteten dafür zusammen.

Jetzt wurde der fertige Kalender im Zwickauer Zweiradhaus Mildner präsentiert. Einen festen Verkaufpreis gibt es nicht - jeder darf spenden, was er möchte. Mindestens 12 Euro sollten es jedoch sein. Bikerin Yvette Schubert: "Das gespendete Geld geht zu 100 Prozent an den Mukoviszidose-Verein Deutschland. Wir wollen auf unsere Art und mit unseren Möglichkeiten helfen."

Hinter dem, was nun auf Hochglanzpapier gedruckt vorliegt und im Internet bestellt werden kann, steckt viel Arbeit. Allein zwei Fototage waren im Frühsommer angesetzt. Model Doreen Männel hatte dabei zu tun: "Zwischen den einzelnen Motiven musste ich mich umziehen, was bei dem Outfit auch nicht in zwei Minuten gemacht ist. Außerdem sollten ja zwölf unterschiedliche Posen zu sehen sein."

Und dann sei da noch das Wetter gewesen, das dem Team am zweiten Tag in die Quere kam. Immer wieder mussten Zwangspausen eingelegt werden. Auch für den Fotografen Olaf Wolfram aus Schwarzenberg kein leichtes Arbeiten: "Allein an dem Tag sollten acht Monatsmotive entstehen. Es war schon schwer, alle Beteiligten für ein paar Stunden unter einen Hut zu bringen. Einen weiteren Termin zu vereinbaren, wäre ein schwieriges Unterfangen geworden." www.bikers-and-friends.de

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