Ein Orden für "den Richtigen"

Feuerwehrmann Daniel Illing aus Wildenfels hat das Ehrenkreuz des Deutschen Feuerwehrverbandes in Bronze erhalten.

Wildenfels.

Für Daniel Illing aus Wildenfels kam die Einladung zum sächsischen Feuerwehrtag nach Görlitz wie aus heiterem Himmel. Noch mehr überrascht war der 41-jährige Feuerwehrmann allerdings darüber, dass er dort das Ehrenkreuz des Deutschen Feuerwehrverbandes in Bronze erhalten sollte.

"Ich wäre selbstverständlich gerne hingefahren, denn das ist schon eine ziemliche Ehre. Dummerweise fiel der Tag der Festveranstaltung ausgerechnet mit unserer Rückreise aus dem Urlaub zusammen. Auf der anderen Seite bin ich nicht der Typ, der laut nach Orden schreit oder deshalb jetzt rückwärts läuft", machte er deutlich. Wann er sein Ehrenkreuz in den Händen halten wird, steht im Moment noch nicht fest. Für den Wildenfelser ist das aber kein Problem. Schließlich würde so ein Orden ja nicht ausreißen.

Daniel Illing entschied sich schon sehr frühzeitig für die Mit- arbeit bei den Floriansjüngern. Im Alter von acht Jahren trat er in die Arbeitsgemeinschaft "Junge Brandschutzhelfer" ein und wechselte später nahtlos in die Reihen der Jugendfeuerwehr. "Für mich war das alles selbstverständlich, denn das liegt irgendwie in unsere Familie. Ich bin einfach damit aufgewachsen. Schon mein Urgroßvater versah seinen Dienst in der Feuerwehr", sagte der 41-Jährige. Seine eigene Begeisterung für die Mitarbeit in der Wehr wollte er an Jüngere weitergeben. Deshalb übernahm er Mitte der 1990er-Jahre in der Wildenfelser Feuerwehr zunächst die Funktion des stellvertretenden, ab 2003 dann die des Jugendwarts. "Es ist ein schönes Gefühl zu erleben, wie sich die Kinder und Jugendlichen über die Zeit entwickeln und dann ihren Platz in der aktiven Truppe finden."

Daniel Illings Engagement ging aber noch weiter. Viele Jahre arbeitete er in der Jugendleitung des Kreisfeuerwehrverbandes als Fachbereichsleiter "Wettbewerbe" mit. Bei den Neuwahlen im März dieses Jahres trat er allerdings nicht mehr an. "Klar war es eine anspruchsvolle Aufgabe. Aber ich arbeite in drei Schichten, bin nach wie vor hier in Wildenfels Jugendwart und außerdem auch noch als Wertungsrichter im Landesverband tätig. Es ist nicht immer einfach, das alles unter einen Hut zu bringen", sagte er. Besonders am Herzen liegen ihm die zwölf Mädchen und Jungen der Wildenfelser Wehr, die sich mit ihm einmal pro Woche im Gerätehaus treffen. "Wir befassen uns nicht mit nur Feuerwehrtheorie und -praxis. Auch Spiele, Spaß und Ausflüge stehen regelmäßig auf dem Programm - natürlich in der Gemeinschaft. Wer in der Jugendfeuerwehr mitmacht, der soll auch Gefallen daran finden. Ich habe das selbst so erlebt", sagte er.

Der Wildenfelser Wehrleiter Volker Gaudl freute sich ebenfalls über die hohe Auszeichnung für seinen Jugendwart. "Der Orden hat wirklich mal den Richtigen getroffen. Ich bin mir sicher, alle aus unserer Wehr finden es toll, dass einer aus unseren Reihen so eine Ehrung erfahren hat", sagte er.

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