Ein Trabi steht für Metaller-Forderungen

Circa 600 Gewerkschaftsmitglieder aus Westsachsen setzen sich in Berlin für 35-Stunden-Woche ein.

Berlin/Zwickau.

Der Zwickauer Trabi setzt in Berlin ein Zeichen: Für Chancen auf gute Arbeit bei der künftigen Veränderung der Arbeitswelt und die 35-Stunden-Woche demonstrierten am Sonnabend rund 600 Metaller aus Westsachsen bei der großen IG-Metall-Demo vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Sie waren mit einem Sonderzug angereist. Insgesamt waren rund 50.000 Metaller bei der Demo unterwegs.

"Es war eine Wahnsinnsstimmung" sagte der Zwickauer IG-Metall-Chef Thomas Knabel. Mit der Umstellung auf E-Autos steuern die westsächsischen Metaller in der Automobil- und Zulieferbetrieben derzeit bereits auf die neue Arbeitswelt zu. Ihnen kommt es dabei vor allem darauf an, dass die Arbeit in Zukunft fair verteilt wird. Deshalb wollen sie die 35-Stunden-Woche durchsetzen.


In den alten Bundesländern gilt diese Wochenarbeitszeit in der Branche bereits einige Jahre. Nun sollen bald gleiche Arbeitsbedingungen geschaffen werden. Mehre Verhandlungsrunden dazu verliefen jedoch ohne Ergebnis. Gibt es innerhalb der Friedenspflicht, also der Gültigkeit des Tarifvertrages, keine Einigung, droht Westsachsen im kommenden Jahr ein Streik. (na)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...