Einfach mal loslegen

Studentin hat ihr eigenes kleines Beet. Feuerwehr-Mädchenteam zeigt es den Jungs. Polnische Jugendliche machen sich für Lehre fit.

Yvonne Milde (23), Studentin an der Westsächsischen Hochschule Zwickau, darf sich jetzt "Kleinst- gärtnerin" nennen. Zusammen mit ihrer Kommilitonin Isabel Feld- keller bewirtschaftet sie eines der Beete im Mehrgenerationengarten des Kleingartenvereins Nord-West. "Wir haben einen Flyer zu diesem Projekt in die Hände bekommen und fanden die Idee toll, auf einem der nur wenige Quadratmeter großen Beet unser eigenes Gemüse und ein paar Blumen anbauen zu können", sagte sie. Außerdem sei der Mehrgenerationengarten für sie eine willkommene Abwechslung zum Studienalltag und eine schöne Rückzugsmöglichkeit im Grünen. "Was der Verein auf dem Gelände alles geschaffen hat, um den Nutzern dieses Gartens den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten, ist vorbildlich", sagte Yvonne Milde am Samstag am Rande der Übergabe des Gartenprojektes. Dessen Konzept scheint aufzugehen. Derzeit ist nur noch eines der bislang zehn angelegten Beete frei. Drei weitere Pflanzbeete sollen demnächst hinzukommen. Zu den ersten Pächtern gehören nicht nur in der Nähe wohnende Mitglieder der Westsächsischen Wohn- und Baugenossenschaft. Ganz besonders freuen sich die Nord-West-Kleingärtner, dass mit der Fröbelschule auch die junge Generation für die Idee begeistert werden konnte. (awo)

Für Wasserratten ging das traditionelle "Summer Opening" im Hartmannsdorfer Freibad aufgrund der laufenden Sanierung der blauen Wanne in diesem Jahr ohne Planschvergnügen über die Bühne. Auf dem Trockenen saßen die Besucher aber trotzdem nicht. So stand am Samstagvormittag ein Wettkampf der Jugendfeuerwehren auf dem Programm. Zur Freude der Organisatoren traten 14 Mannschaften mit insgesamt etwa 120 Teilnehmern zur Stafette im Löschangriff an. Darunter war auch ein Mädchenteam, zu dem sich junge Frauen aus den Wehren von Wiesenburg und Cunersdorf zusammengefunden hatten. Mit den gelaufenen Wettkampfzeiten zeigten sie ihren männlichen Konkurrenten, dass sie ihnen durchaus das Wasser reichen können. Feuchtfröhlich ging es auch bei den Abendver- anstaltungen im Festzelt am Hartmannsdorfer Sportplatz zu. Am Samstagabend feierten mehr als 800 Menschen gemeinsam bei bester Stimmung. (awo) Für 20 Auszubildende aus Polen, die den Beruf als Mechatroniker, Elektroniker oder Informatiker ausüben möchten, ist das Ausbildungszentrum Zwickau (AZZ) der Fort- bildungsakademie der Wirtschaft, Akademie Chemnitz, erneut Gastgeber. Bis zum 9. Juni werden die Jugendlichen im AZZ in der Praxis angeleitet, um ihre Fähigkeiten zu erweitern und zu festigen. Dabei beschäftigen sie sich, je nach Beruf, mit den verschiedenen Themengebieten wie Pneumatik, Elektropneumatik, Elektronik, Mechatronik und Webdesign. Zudem erweitern die Teilnehmer auch ihre Deutschkenntnisse, die in einem Umfang von zehn Stunden vermittelt werden, sagte die pädagogische Mitarbeiterin Eileen Mosel. Aber nicht nur in der Theorie wird interkulturelles Wissen vermittelt. In den vier Wochen können sich die Lehrlinge über ein Rahmenprogramm freuen, das Stadtbesichtigungen in Zwickau, Dresden, Berlin und Leipzig beinhaltet. Zudem werden unter anderem das Automobilmuseum "August Horch" und das Volkswagen-Werk in Zwickau besucht. Nach Unterrichtsschluss und an den Sonntagen können sich die jungen Gäste, die in einem nahe gelegenen Wohnheim untergebracht sind, entspannen beziehungsweise ihre Freizeit mit sportlichen Aktivitäten wie Fußball oder Volleyball selbst gestalten. (ja)


Zoja Haumer (45) wird heute ihren zweiten und am Freitag ihren letzten großen Auftritt in der Zwickauer Lukaskirche haben. Die Zwickauerin gehört zu den sieben Teilnehmern des Bewegungstrainings, die in der Uraufführung des Tanztheaters "Dancing Chorus Line" mitwirken. Ihren ersten Auftritt hatte die aus dem sibirischen Krasnojarsk stammende und seit mehr als 20 Jahren der Liebe wegen in Zwickau lebende Mitarbeiterin der Paracelsiusklinik am Sonntag. "Es war sehr aufregend, neben den Profis vor dem großen Publikum zu tanzen." Zur Premiere am Samstag war sie wesentlich entspannter, denn da fieberte sie von ihrem Sitzplatz mit ihren Bewegungstrainingsmitstreitern auf der Bühne mit. Nach dem tosenden Applaus des Premierenpublikums am Ende des 75-minütigen Tanzstückes bedankten sich die sieben Tanzlaien mit Blumensträußen bei den Balletttänzern Federico Politano und Ekaterina Tumanova, die das Bewegungstraining des Theaters Plauen-Zwickau leiten, an dem jeder teilnehmen darf. Ekaterinas Zwillingsschwester Elena Tumanova, die am Samstag ihre letzte Premiere tanzte, bekam von ihnen ebenfalls einen Blumenstrauß. (lth)

Mehr über das Tanztheater "Dancing Chorus Line" lesen Sie im Kulturteil.

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