Einfach schmecken lassen

Ein Reinsdorfer hat eine Bäckerei in Zwickau übernommen. Vom Mülsener Obstbauverein werden verschiedene Apfelgetränke serviert. Beim Fischerfest ist ein Karpfen ausnahmsweise mal nicht für den Teller gedacht.

Michael Nötzold (31) aus Reinsdorf hat die ehemalige Bäckerei Maas an der Zwickauer Kreisigstraße übernommen, die Ende vorigen Jahres geschlossen worden war. Der Konditormeister, der mit seiner Frau Julia die Konditorei Gerber in Reinsdorf-Wilhelmshöhe weiterführt, hat mit seiner Konditorei und Bäckerei bereits Filialen in Friedrichsgrün und Wildenfels und ein Verkaufsmobil, das im Landkreis unterwegs ist. "Wir sind angesprochen worden, ob wir die geschlossene Bäckerei übernehmen würden. So eine Filiale in der Stadt ist für uns eine ganz neue Erfahrung", sagt Michael Nötzold. "Seit wir am Freitag eröffnet haben, haben wir nur positive Resonanz erhalten. Die Kunden freuen sich, dass sie hier wieder einkaufen können." Nötzold hat nach eigenen Angaben 90.000 Euro in das Geschäft gesteckt. Neben Kuchen und Torten gibt es auch Brot und Brötchen. Für Kaffee stehen Mehrwegbecher bereit. Auch Kartoffeln aus Vielau, saisonal Gurken und Tomaten aus Friedrichsgrün, Honig aus Härtensdorf und Fleisch- sowie Wurstkonserven aus Obercrinitz werden in einer Tante-Emma-Laden-Ecke angeboten. "Wir legen viel Wert auf regionale Produkte", sagt Michael Nötzold. "Auch bei den Zutaten. So verarbeiten wir Mehl aus Sachsen." (vim)

Helga Rheinländer (81) ist - als eine von drei verdienstvollen Mitgliedern - am Sonnabend bei der Feier des 25. Vereinsjubiläums der Zwickauer Kleingartenanlage "Nordlicht" mit der Ehrennadel des Kleingärtnerverbandes in Silber ausgezeichnet worden. Vorsitzender Günter Badstübner lobte nicht nur ihre langjährige Vereinszugehö-rigkeit, sondern auch, dass sie ihren Garten trotz gesundheitlicher Einschränkungen mit viel Liebe und Fleiß in Schuss hält. Die vor 25 Jahren gegründete Anlage an der Leipziger Straße verfügt nur über 22 Parzellen. Die aber sind seit Jahren belegt und auch über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Laut Badstübner, seit 1994 Vereinschef, hat die gepflegte Anlage mit ihrem Insektenhotel und einem Gemeinschaftsplatz an fünf überregionalen Wettbewerben teilgenommen und immer gute Platzierungen eingefahren. Als einziger von 102 Zwickauer Vereinen nahm sie auch dreimal am sächsischen Landeswettbewerb teil. (upa)


Yvonne Vogel (52), Vorsitzende des Obstbauvereins Mülsen St. Micheln, schenkte am Wochenende zu den Obsttagen der Baumschule Mülsengrund in Stangendorf mit weiteren Vereinsmitgliedern Apfelbowle, Apfelschorle und Apfelsaft an die Besucher aus - und zwar in ganz besonderen Bechern. "Sie sind nicht nur wieder verwendbar und damit umweltfreundlich. Es handelt sich um Jubiläumsbecher zum 600-jährigen Bestehen von Mülsen St. Micheln, das wir vom 10. bis 20. Juni 2021 veranstalten wollen", sagt die Vereinsvorsitzende. Den Apfelsaft für die drei angebotenen Getränke haben die Vereinsmitglieder in ihrer Mosterei selbst gepresst. 2018 hatten sie mehr als 10.000 Flaschen abgefüllt. "Dieses Jahr wird es wohl weniger, weil die Ernte nicht so üppig ist", sagt Yvonne Vogel. Sie berichtet, dass der Verein, der bereits seit mehr als 90 Jahren besteht, 116 Mitglieder im Alter zwischen 18 und mehr als 80 Jahren zählt. Auch während der Obsttage hat er wieder Mitgliederzuwachs bekommen. (vim)

Ronny Wagner (54), Fleischermeister, warb beim Fischerfest in Cunersdorfer einmal für ein ganz anderes Lebensmittel. Während er im beruflichen Alltag bei der Hartmannsdorfer Land-Genossenschaft vorrangig mit Fleisch zu tun hat, stand für ihn am Sonnabend ein spezieller Karpfen im Mittelpunkt. Besucher der Veranstaltung sollten das Gewicht des Fisches schätzen, der nebenan in einem Pool schwamm. Die Aufgabe von Ronny Wagner: Möglichst viele Gäste dazu ermuntern, sich an dem kleinen Schätzspiel zu beteiligen. Für den 54-Jährigen war diese Aufgabe eine relativ leichte Sache, denn als Mitwirkender der Obercrinitzer Laienschauspieltruppe Kreuzschnäbel ist er von Haus aus wortgewandt. "Das macht schon Spaß. Außerdem sind die Leute gut drauf, und es ist ja auch keine große Sache", ließ er durchblicken. Damit auch alles mit rechten Dingen zuging, wurde der Karpfen erst nach Ende des kleinen Wettbewerbes gewogen. Der Fisch brachte dann 4795 Gramm auf die Waage. Eine Frau aus Zwickau lag mit 4793Gramm fast auf den Punkt genau richtig. Außerdem gab es noch drei zweite Plätze, die alle mit 4800Gramm dem Ergebnis ebenfalls sehr nahe kamen. (awo)

Ralf Porzig (50), Geschäftsführer der sächsischen Krebsgesellschaft, konnte auch in Hinblick auf die zehnte Auflage des Sonnenblumenfestes im Zwickauer Schlobigpark ein positives Resümee ziehen. "Der Zuspruch zu unserer Veranstaltung ist immer erfreulich groß. Gründe hierfür liegen natürlich in dem ernsten Thema begründet, aber insbesondere auch in der Art und Weise, wie wir hier damit umgehen", sagte er. Bewusst haben die Organisatoren das Ganze seinerzeit Sonnenblumen- und nicht Krebsfest oder ähnlich genannt. "Sonnenblumen folgen dem Lauf der Sonne und sorgen in der Landschaft für hübsche Farbtupfer. Aus unserer Sicht sind sie damit ein Symbol für Lebensfreude und für Lebensmut. Das kommt unserem Anliegen nahe, die Thematik in die Breite zu tragen, aber auch um zu sagen, dass man mit Krebs leben kann", betonte Ralf Porzig. Daher wurde den Festbesuchern am Sonnabend in doppelter Hinsicht viel geboten - einerseits Informationen zu Vorsorge, Früherkennung und neuen Therapieansätzen. Auf der anderen Seite gab es aber auch ein breit gefächertes Unterhaltungsangebot mit Musik und viel Spaß. (awo)

Heinz Leitner, Wirt der Zwickauer Hütte in Südtirol, ist jetzt im Besitz des Zwickau-Stadtführers aus der Feder von Zwickautopia-Autor Christian Adler. Beim anstrengenden, über vierstündigen Aufstieg zur Schutzhütte, die in fast 3000 Metern Höhe thront, hatte Adler sein Buch im Gepäck und machte dem Wirt damit ein Geschenk zum 120-jährigen Hüttenjubiläum. Leitner bedankte sich mit Südtiroler Rotwein und einem Gläschen Schnaps und bot dem Sachsen gleich das Du an. Denn, so der sympathische Hüttenwirt, "in den Bergen gibt es keine Politik, keine Religion und kein Sie." Auf 240 Seiten findet der Leser in dem Zwickauer Stadtführer Fakten und Unterhaltung. Der Reiseführer für Sachsens viertgrößte Stadt informiert nicht nur über Sehenswürdigkeiten, Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten, Hotels und Restaurants, Veranstaltungen, Ausflugsziele und die weltweiten Spurensuchen des Autors. Das handliche Buch macht Auswärtige ebenso mit den Eigenarten des Zwickauer Völkchens bekannt. Zu kaufen gibt es diesen Stadtführer im Zwickauer "Freie Presse"-Shop. Er kostet 14,95 Euro. (ja/upa)

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