Endlich frei: Ab ins Schwimmbad

Josua Brechler ist bald ein Zweitklässler. Die "Freie Presse" hat den Stangengrüner durch sein erstes Unterrichtsjahr begleitet. Heute verabschieden wir uns von ihm.

Stangengrün.

So ein Kind hat eigentlich kaum richtig Zeit. Flötenunterricht, Christenlehre, obendrein Schwimmkurs und dann auch noch Feuerwehr: Kein Wunder, dass sich Josua Brechler auf die Ferien freut.

Ab heute wird alles besser, weil Josua vor seinem Nachmittags- programm keine Schule mehr hat. Und wenn er am Mittwoch noch die Schwimmprüfung schafft, dann sollte dem Ferienspaß nichts mehr im Wege stehen. Dass er schwimmen lernt, war seiner Mutter wichtig: "Ich weiß, das kommt in der zweiten Klasse sowieso im Sport- unterricht dran. Aber er ist schon so groß und kräftig genug - da sollte er das schon beherrschen", sagt Katrin Brechler. Außerdem scheint ein heißer Sommer bevorzustehen, da kann man die Tage auch prima im Schwimmbad verbringen. Bisher tut es der Gartenschlauch, der an die Pumpe am Brunnen angeschlossen ist. Daraus kommt sehr kühles Nass - aber für einen Spaß in der Sonne reicht es. Schon in der letzten Woche ließ es die Grundschule in Hirschfeld etwas ruhiger angehen. Josua erzählt, wie die Klasse im Tierpark war und erkundet hat, wer dort alles wohnt. Pferde, Papageien, Affen, Schweine, Ziegen und Schafe hat er gesehen. Ist doch ein bisschen wie zuhause - nur ohne Affen, oder? Naja, sagt Josua. "Pferde haben wir auch nicht." Aber sonst gibt es jede Menge Getier auf dem heimischen Bauernhof - inklusive einiger hundert Schafe. "Josua ist unser bester Hütehund", sagt seine Mutter. Der Junge hat es schon gut drauf, die Herde zusammenzuhalten. Er wächst eben mit der Arbeit auf, die ein landwirtschaftliches Unternehmen mit sich bringt. Deswegen hat sich auch an seinem Berufswunsch kaum etwas geändert. Am Anfang des Schuljahres wollte Josua un- bedingt Landmaschinenschlosser werden. Inzwischen sagt er: "Wenn ich da keine Arbeit kriege, werde ich eben Lohnunternehmer." Ein Selbstständiger also, der Landwirten bei ihrer Arbeit mit Hand und Gerät zur Seite steht. "Dann kann ich im Winter auch den Winterdienst erledigen."

Aber so weit ist es ja noch nicht. Erst einmal stehen die Ferien vor der Tür. Da seine Eltern mit Arbeit auf dem Hof eingedeckt sind, fährt er einige Tage zu Verwandten nach Brandenburg. Darauf freut er sich schon riesig. Und wenn er nicht in der Ferne weilt? "Dann kann ich hier auf dem Traktor mitfahren. Oder auf dem Mähdrescher."

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