Entsorgungsversuch stinkt zum Himmel

Die öffentliche Toilette am Platz der Völkerfreundschaft bleibt vorerst geschlossen. Unbekannte haben das Örtchen mit großen Mengen Hundekot verstopft.

Zwickau.

Sascha Neef, Geschäftsführer von Comedia Concept, hat die Nase voll: "Wir sind normalerweise hart im Nehmen und haben, was den Zustand mancher Toilette angeht, schon eine ganze Menge erlebt. Aber das hier schlägt dem Fass den Boden aus", sagte er am Dienstag. Sein Unternehmen betreibt in Zwickau mehrere Toilettenanlagen. Darunter auch den öffentlichen WC-Würfel am Platz der Völkerfreundschaft. Was Neef dort jetzt präsentieren musste, stank nicht nur sprichwörtlich zum Himmel: Als er die Tür zur Toilette öffnete, schlug den Anwesenden aus dem Inneren ein kaum zu beschreibender Gestank entgegen.

Unbekannte hatten wohl versucht, im WC Hundekot, Haare, Futterreste und Verpackungsmüll runterzuspülen. Und all das in riesiger Menge - vermutlich ein ganzer Sack voll. "Irgendjemand muss den Dreck über Wochen gesammelt haben. Wahrscheinlich hat das mit der geplanten Entsorgung in der Toilette nicht so richtig funktioniert oder es dauerte einfach zu lange. Das wäre nicht verwunderlich, denn der Gestank ist in dem geschlossenen Raum kaum zu ertragen", so Neef.


Bemerkt wurde das Ganze am Sonntag, als die Toilette gereinigt werden sollte. Mutmaßungen, wer hinter der Schweinerei steckt, wollte Neef nicht öffentlich anstellen. Er geht aber davon aus, dass keine Anwohner aus der Nachbarschaft dafür in Frage kommen. "Hundekot in der Wohnung oder im Keller zu sammeln, hätte einen unerträglichen Gestank zur Folge und wäre sicherlich jemandem aufgefallen. Wir haben Anzeige gegen unbekannt erstattet. Außerdem loben wir für sachdienliche Hinweise, die zur Aufklärung dieser Straftat führen, eine Prämie von bis zu 500 Euro aus."

Wann die Toilettenanlage wieder genutzt werden kann, steht noch in den Sternen. Laut Neef muss zunächst erst der Umfang der Verunreinigung festgestellt werden. Erst dann kann gesagt werden, ob eine Reinigung mit herkömmlichen Mitteln möglich ist oder ob eine Spezialfirma damit beauftragt werden muss. Davon hängt letztendlich auch die Höhe des Sachschadens ab.

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