Erinnerung an Friedensgebet

Im Zwickauer Dom St. Marien drängten am 16. Oktober 1989 mehr als 1000 Menschen. Genau 30 Jahre später am Mittwoch ebenfalls um 17 Uhr waren es etwa 30. Denen jedoch war das Jubiläum umso wichtiger, zumal damals fast alle mit Hoffungen, Erwartungen aber auch Ängsten am selben Ort waren: Edmund Käbisch, Christian Otto, Erwin Killat und Martin Böttger. Pfarrer Thomas Sporl, der damals wie heute das Gebet sprach, verzichtete auf eine Predigt, sondern erinnerte an die Spannung, die damals in der Luft lag, aber auch an die Enge, die der SED-Staat und seine Sicherheitsbehörden über alles gelegt hatten. "Neue Wege wollten wir gehen", sagte Sporl. Offene Gespräche habe man haben wollen, statt Diffamierungen. Moderiert wurde das Friedensgebet von Jörg Banitz (Foto) Mit dem Song "We shall overcome" klang das Friedensgebet beschwingt aus. Die Besucher machten sich anschließend zu weiteren Stätten auf, die mit der friedlichen Revolution in Zwickau verbunden sind. (nkd)

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