Fall Heike Wunderlich: Prozess zu Mord aus DDR-Zeit hat in Zwickau begonnen

Ein Mord aus DDR-Zeiten wird vor dem Landgericht Zwickau verhandelt. Das 18 Jahre alte Opfer wurde sexuell missbraucht und getötet. Der Tatverdächtige schweigt zum Prozessauftakt.

Zwickau (dpa/sn) - Vor dem Landgericht Zwickau hat am Montag der Prozess zu einem Mord aus DDR-Zeiten begonnen. Angeklagt ist ein 61 Jahre alter Frührentner aus Gera in Thüringen. In der zum Prozessauftakt verlesenen Anklageschrift wirft die Staatsanwaltschaft Helmut S. vor, im April 1987 die damals 18-jährige Heike Wunderlich in der Nähe der Stadt Plauen sexuell missbraucht und getötet zu haben. «Das ist strafbar als Mord», sagte Staatsanwalt Holger Illing. Der Tatverdächtige äußerte sich zum Prozessauftakt wie erwartet nicht zu den Vorwürfen.

Der Angeklagte hatte 2012 einen Schlaganfall erlitten. Die Untersuchungshaft verbringt er im Haftkrankenhaus in Leipzig. Die Auftaktverhandlung begann mit gut zweieinhalbstündiger Verspätung. Als Grund dafür nannte Gerichtssprecher Altfrid Luthe Abstimmungsprobleme unter den Haftanstalten.

Torsten Kleditzsch

Die Nachrichten des Tages:Der „Freie Presse“-Newsletter von Chefredakteur Torsten Kleditzsch

kostenlos bestellen

Nach knapp 30 Minuten war der erste Verhandlungstag beendet. Der Prozess wird am Freitag (9.00 Uhr) mit der Vernehmung der ersten Zeugen forgesetzt.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...