Feuer und Flamme für den Herbst

Grüner wird's nicht: Der Herbst zeigt sich von seiner farben-freudigen Seite. Dabei schwingt bereits ein Hauch von Abschied mit.

Zwickau.

Besonders in der Abendsonne scheint die Natur in und um Zwickau herum zu glühen. Zum immer noch reichlich vorhandenen Grün gesellen sich Gelb, Orange, Rot und Braun: Eine wahre Freude für die Augen. Auch rote Früchte fallen ins Auge - nicht nur den Menschen, auch den Tieren. Die versorgen sich derzeit beispielsweise an den Hagebutten - den Früchten der Hundsrose - mit Vitamin C und anderen Vitaminen sowie mit Mineralien. Die sauer-aromatisch schmeckenden Früchte sind auch für Menschen ein Gesundheitsquell, nicht nur als Tee, sondern auch als Suppe oder Marmelade. Ähnlich farbenfroh, jedoch ungleich weniger reichhaltig sind die Früchte der Mehlbeerbäume, wie sie beispielsweise den Marktsteig im Stadtteil Brand zieren. Zwar werden einige Früchte der Gattung Sorbus - etwa die Elsbeere - neuerdings wieder in der Küche verwendet, doch dienen die meisten dieser Bäume eher der Verschönerung.

Aus diesem Grund, nämlich zur Zierde, hat sich auch der Hirschkolben-Sumach verbreitet, Das Gewächs, das als Essigbaum besser bekannt ist, fällt im Herbst durch seine karmesinroten Blätter auf. Zum Verzehr ist die Pflanze trotz ihres Namens nicht geeignet. Zwar gibt es Sumach vor allem im arabischen und im Mittelmeerraum auch als säuerndes Gewürz, doch das stammt vom Gerber-Sumach, einem anderen Baum, der jedoch zur gleichen Gattung gehört, die Rhus genannt wird.

Viele empfinden den Herbst als die Zeit des Abschieds. Das gilt auch für die Natur, die sich nach und nach zurückzieht. Außerdem ist es derzeit wieder erlaubt, Bäume und Sträucher zurückzuschneiden. Das gilt nicht nur für Privatleute, sondern auch für die öffentlichen Anlagen. Ein Teil des Holzschnittes tritt seine letzte Reise ins Heizkraftwerk Süd an der Reinsdorfer Straße an. Dort werden seit 2012 Holzhackschnitzel verbrannt, um Wärme für rund 10.000 Zwickauer Haushalte und Energie für etwa 12.000 Haushalte zu gewinnen. Damit deckt das Kraftwerk rund 40 Prozent des Wärmebedarfs in der Stadt.

Etwa 65.000 Tonnen Holabfälle werden an der Reinsdorfer Straße jährlich verbrannt. Im Vergleich mit konventioneller Energieerzeugung spart das mehr als 37.000 Tonnen Kohlendioxid ein. Damit der Holztransport diese Bilanz nicht wieder kaputt macht, stammen 80 Prozent des Holzes aus Zwickau oder einer Umgebung von nicht mehr als 50Kilometern.

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