Fliegen bei Freunden

Rund 6000 Gäste haben das 19. Flugplatzfest besucht, das mehr als 60 Flugzeuge zu Land und in der Luft aufbot.

Zwickau.

Trotz des verregneten Samstags insgesamt 6000 Besucher: Joachim Lenk, Vorsitzender des Aero-Clubs Zwickau, lächelte am Sonntagabend. Die spektakuläre Show der tschechischen Kunstflugweltmeister des Flying-Bull-Aerobatic-Teams zum Abschluss der dreistündigen Show hatte dem zweitägigen Fest noch einmal die Krone aufgesetzt. ."Wenn ich gesund bleibe, organisiere ich in zwei Jahren das 20. Flugplatzfest", sagte Lenk.

Ursprünglich war für dieses Jahr kein Flugplatzfest geplant. Die Zwickauer Flugsportler wollten zur 900-Jahr-Feier der Stadt aber nicht mit leeren Händen dastehen und entschieden sich, ein neuerliches Spektakel aufzulegen. Rund 100 Ehrenamtliche sorgten dafür, dass alles reibungslos lief. Mehr als 60 fliegende Kisten waren am Boden und teils in der Luft zu bestaunen.

Lenk nahm selbst im Pilotensitz Platz, in einer Jantar 1 ließ er sich von seinem Sohn Nico in einem Ultraleichtflugzeug in die Höhe schleppen, um die Eleganz eines Segelfliegers zu zeigen. Er kratzte den Zuschauern in der ersten Reihe fast am Toupet, so nah konnten die Gäste das Fliegen erleben.

Wesentlich lauter waren die beiden Antonows aus Jahnsdorf und Großrückerswalde, die nicht nur blubberten, sondern auch quietschten, wenn sie um die Kurve fuhren. Der FSV Rüwalders mit der gelben AN 2, Baujahr 1969, größter Doppeldecker der Welt, gehört zu den Stammgästen beim Flugplatzfest in Zwickau. "Zwickau - das ist Fliegen bei Freunden", sagte Max Jankowsky, einer der beiden Piloten. Die zwölf Springer des Vereins sollten ursprünglich die Flugschau 14 Uhr eröffnen. "Fallschirmspringen bei Regen ist unmöglich", erklärte Jankowsky am Samstag. Die Flugshow startete daher an diesem Tag eine Stunde später. Weit gereist waren Sven Jerxsen und Bernd Scholz von der Reservistenkameradschaft Uetersen nahe Hamburg, die Rundflüge mit der Dornier Skyservant DO 28 D2, einem alten Transportflugzeug der Bundeswehr, anboten. Boeing-Pilot Jerxsen schwärmte für die alte Kiste, Baujahr 1971: "Das ist ursprüngliche Fliegerei, ohne Glascockpit und Autopilot."

Immer wieder beliebtes Fotomotiv war die alte Tante Ju, die zu Rundflügen einlud. Einziger Wermutstropfen für Vereinschef Lenk: die Zaungäste, die sich die Show ansahen, ohne Eintritt zu bezahlen. "30.000 Euro kostet die Schau den Verein, das geht nicht ohne Eintrittsgeld", erklärt Lenk.

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