Flugzeugunglück bestürzt Aero-Club

Die in den Schweizer Alpen abgestürzte Junkers Ju-52 war früher auch schon zu Gast beim Flugplatzfest in der Muldestadt. Der Zwickauer Verein reagiert betroffen.

Zwickau.

Der Zwickauer Aero-Club hat dem Team des in der Schweiz verunglückten Oldtimerflugzeugs seine Anteilnahme ausgesprochen. Als langjähriger Gast des Flugplatzfestes sei den Zwickauern die Mannschaft von Ju Air ans Herz gewachsen, schreibt der Aero-Club auf seiner Internetseite. "Wir sind tief erschüttert und möchten unser Beileid allen Angehörigen der Opfer und dem Ju-Air-Team ausdrücken." Eigentlich sollte auch zum Flugplatzfest in drei Wochen eine entsprechende Maschine aus der Schweiz wieder zu Gast in der Muldestadt sein. "Ob sie wieder bei uns fliegen, wissen wir momentan aber nicht", sagt der Vorsitzende des Zwickauer Aero-Clubs, Joachim Lenk. Ju-Air hat den Flugbetrieb eigener Auskunft nach bis auf weiteres eingestellt.

Lenk will am Ende der Woche bei Ju-Air nachfragen, falls er vorher nichts hören sollte. Früher wolle er das Ju-Team bei der Bewältigung des Unglücks nicht stören. Er geht aber davon aus, dass die Schweizer erneut nach Zwickau reisen werden. Die 1939 in Dessau gebaute Maschine, die am Samstag in den Schweizer Alpen abgestürzt ist, war Lenk zufolge bereits mehrfach zu Gast. "Das Team hat insgesamt vier Junkers Ju 52-Maschinen, die abwechselnd da waren. Aber die tatsächlich abgestürzte Maschine ist auch schon bei uns geflogen", sagt Lenk. Ob auch die verunglückten Crew-Mitglieder Bekannte waren, weiß man in Zwickau nicht. Mehr Informationen, als bisher in der Presse zu lesen waren, habe man nicht.

Das Oldtimerflugzeug ist am Samstag im Schweizer Kanton Graubünden abgestürzt. Alle 20 Personen an Bord kamen ums Leben. Die Absturzursache ist noch nicht endgültig geklärt, die Ermittler schließen nicht aus, dass die große Hitze Einfluss gehabt haben könnte. Lenk will nicht über Absturzgründe spekulieren, hält aber diese Erklärung für plausibel. "Eigentlich ist die Ju ein sehr sicheres Flugzeug. Einen technischen Defekt kann ich mir nicht vorstellen", sagt er.

Dass der Absturz negative Auswirkungen auf das Zwickauer Flugplatzfest am 25. und 26. August haben könnte, glaubt Lenk nicht. Dort können Besucher Rundflüge buchen, vorgesehen sind auch welche mit einer baugleichen Junkers. "Falls der Absturz eine technische Ursache hatte, wird sie beseitigt", sagt Lenk. "Außerdem steigen die Leute ja auch nach Autounfällen wieder ins Auto."

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...