Flutschutz: Reinsdorf befindet sich auf der Zielgeraden

Damit sind die größten Schäden nach dem Hochwasser 2013 in der Kommune beseitigt. Und dennoch gibt's ein unerledigtes Bauprojekt.

Reinsdorf.

Diese beängstigenden Bilder gehören nun der Vergangenheit an: Wassermassen, die sich bei Dauer- und Starkregen am einstigen Bahndamm am Morgensternweg in Reinsdorf sammeln. Der Entwässerungsgraben zwischen dem alten Bahndamm und dem Reinsdorfer Bach ist komplett erneuert worden. Die Gesamtkosten belaufen sich laut Gemeinde auf 815.000 Euro - finanziert zu 100 Prozent durch den Freistaat Sachsen.

"Für das Verlegen der Fertigteile waren umfangreiche Tiefbauarbeiten erforderlich", sagte Jörg Schwarz vom Ortsbauamt der Kommune. Nicht ohne Grund: Immerhin mussten die Fertigteile mit einem Durchmesser von 1,20 Meter auf einer Gesamtlänge von 60 Metern eingebaut werden. So seien riesige Erdmassen bewegt worden, um die Rohre in einer Tiefe von acht Metern zu verlegen. Außerdem sei in der Mitte des alten Bahndamms ein sogenannter Drosselschacht eingebaut worden. Außerdem betonte der Rathausmitarbeiter, dass der neu verlegte Durchlass in seiner jetzigen Dimensionierung so berechnet worden ist, dass er das aus dem Regenrückhaltebecken am Autobahnzubringer/Poststraße abfließende Oberflächenwasser aufnehmen und nunmehr gedrosselt in den Reinsdorf Bach einleiten kann. Wie in dem Zusammenhang Bürgermeister Steffen Ludwig (parteilos) anfügte, war die Erneuerung des Durchlasses erforderlich geworden, da im Zuge des Hochwassers 2013 das alte als einfacher Steindeckerdurchlass errichtete Bauwerk zusammengebrochen war. "Im Bereich des auf dem Bahndamm befindlichen Hofes eines Fuhrunternehmens war ein großer Einbruch entstanden, den wir aus Sicherheitsgründen schließen und verdichten mussten", sagte Ludwig weiter. Auch sei die Herstellung des Wasserrechts mehr als aufwendig gewesen. "Für die Herstellung des Wasserrechts mussten wir vier Verfahren durchlaufen", erinnerte sich Ludwig. Dies wiederum sei vor allem mit den Erfordernissen an die Hydraulik und den Vorgaben an die gedrosselten Einleitmengen des Wassers in den Reinsdorfer Bach begründet worden.


Die Kommune befindet sich damit nach Darstellung von Ludwig beim Flutschutz auf der Zielgeraden. Immerhin hatte allein das Junihochwasser 2013 in der Gemeinde Schäden von 3,2 Millionen Euro hinterlassen. Die damit verbundenen Bilder gehen auch dem Rathauschef nicht mehr aus dem Kopf. "Man muss wirklich sagen, wir sind damals knapp einer Katastrophe entkommen. Hätte der alte Bahndamm nicht gehalten, wäre das Wasser ins Neubaugebiet geströmt", sagte er. Nun sei der Freistaat als Bauherr noch am Zuge. So hatte der Rathauschef schon mehrfach während der öffentlichen Sitzungen des Gemeinderates berichtet, dass das Land das Regenrückhaltebecken am Autobahnzubringer in absehbarer Zeit erweitert. Dazu würden die Planungen bereits auf Hochtouren laufen.

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