Fördergeld für Lieblingsplätze

Egal ob es um eine Toilette im Gasthof, einen Zugang zum Sportplatz oder einen Lift im Schwimmbad handelt: Die Zuschüsse werden vielseitig eingesetzt.

Zwickau.

Für zwölf Projekte im Landkreis Zwickau gibt es einen Zuschuss aus dem Programm für barrierefreies Bauen mit dem Titel "Lieblingsplätze für alle". Die Einrichtungen verbessern die Bedingungen und die Erreichbarkeit für Menschen mit einer Behinderung. Mitglieder des Sozial- und Gesundheitsausschusses des Kreistages verteilten bei ihrer Sitzung im Verwaltungsausschuss in Werdau 239.400 Euro.WerbekommtGeld?

Sportler erneuern Zugänge: Zwei Sportvereine kommen in den Genuss von Fördergeld. Der FSV Zwickau will auf der Sportanlage an der Bürgerschachtstraße einen barrierefreien und beleuchteten Fußweg schaffen. Dafür fließen 25.000 Euro. Der Sportverein Ebersbrunn kann für 24.900 Euro die Barrierefreiheit am Zugang zum Vereinshaus und zum Sportplatz herstellen. Die Abschnitte können künftig von Rollstuhlfahrerngenutztwerden.

Kirchen planen drei Projekte: Drei Kirchgemeinden können Bauvorhaben mit Zuschüssen aus dem Programm "Lieblingsplätze für alle" vorbereiten. Die Lukasgemeinde in Zwickau-Planitz investiert in einen behindertengerechten Zugang zur Kirche (24.800Euro). Die Kirchgemeinde in Bärenwalde schafft mit einer Rampe einen Zugang zum Pfarrhaus (24.400 Euro). In der Kirche in Langenchursdorf wird eine Beschallungsanlage, die 18.800 Euro kostet, installiert.

Gasthof erhält Zuschuss: 20.600 Euro stehen für Bauvorhaben im Gasthof in Lauenhain zur Verfügung. Betreiber Winfried Wiesner will in der vorhandenen Toilettenanlage für Barrierefreiheit sorgen. "Das Thema spielt bei Anfragen und Reservierungen immer wieder eine Rolle", sagt Winfried Wiesner. Er berichtet, dass ihn mit Dieter Wurm der Seniorenbeauftragte des Landkreises auf das Förderprogramm aufmerksam gemacht habe.

Gemeinde profitiert doppelt: Für zwei Vorhaben in Gersdorf ist eine Finanzspritze bewilligt. Das Sommerbad erhält für 10.300 Euro einen mobilen Schwimmbadlift. Im Vereinshaus "Hessenmühle" wird für 24.700 Euro ein Innentreppenlift installiert. "Vor allem ältere Menschen, die schlecht zu Fuß sind, sollen profitieren", sagt Bürgermeister Erik Seidel. Er sieht als Vorteil des Programms, dass kein kommunaler Zuschuss aufgebracht werden muss.

Weitere Vorhaben: Die Frühförderhilfe der Lebenshilfe Wilkau-Haßlau kann für 7600 Euro ein taktiles Leitsystem für sehbehinderte Menschen installieren lassen, damit sie den Weg in Physiotherapie und Ergotherapie finden. Ein Pflegedienst an der Scheringerstraße in Zwickau bekommt 14.200 Euro für den Einbau eines Plattformliftes. Das Jugendhilfezentrum des Vereins zur Förderung von Ausbildung und Beschäftigung Crimmitschau erhält einen barrierefreien Zugang und eine behindertengerechte Toilette. Kosten: 25.000 Euro. 19.100 Euro stehen für die Schaffung eines barrierefreien Zugangs zur Tierparkschule im Tierpark Limbach-Oberfrohna zur Verfügung. Das Vorhaben setzt der dortige Förderverein um.

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