Fontänen gefährden Pflaster

Schöner und voluminöser sollten die Fontänen am Wasser-Licht-Spiel auf dem Hauptmarkt sprudeln. Das tun sie auch. Da das Wasser jetzt jedoch mit stärkerem Druck hervorschießt, werden die Pflasterstein ausgespült.

Zwickau.

Das Wasser-Licht-Spiel, das sich über den Zwickauer Hauptmarkt schlängelt, sorgt nicht immer nur für Freude bei den Innenstadtbesuchern. Immer wieder fällt die Anlage auch durch teilweise peinliche Pannen auf. "Freie Presse"-Leser haben jetzt entdeckt, dass das Wasser die Pflastersteine neben der Wasserrinne regelrecht ausspült. Während die Steinquader recht und links der Rinne fest mit Mörtel verfugt sind, kann ein Teil der Steine daneben inzwischen mit der bloßen Hand aus dem Boden entnommen werden. Leser befürchten, dass diese bei Demonstrationen oder von Randalierern als Wurfgeschosse missbraucht werden könnten.

"Der Zustand der Pflasterung neben dem Wasser-Licht-Spiel ist bekannt", sagte der Pressesprecher der Stadtverwaltung, Mathias Merz, auf Anfrage. Als Grund für die lockeren Steine nannte er die Umstellung der Düsen. "Damit wurde ein deutlich schöneres und voluminöseres Erscheinungsbild der kleinen Fontänen erreicht", sagte er. Diese optische Verbesserung zog jedoch einen Nachteil nach sich: Um den Effekt zu erreichen, werden größere Wassermengen benötigt. Die kann die Rinne nicht vollständig aufnehmen. Die Folge sind Ausspülungen am Pflasterbelag nebenan.

Inzwischen hat das städtische Garten- und Friedhofsamt reagiert. Einzelne Steine wurden gerichtet und die betroffenen Flächen mit Fugenmaterial aufgefüllt. Für dieses Jahr, in dem sich die Brunnensaison ohnehin dem Ende zu neigt, sind ansonsten keine größeren Bauarbeiten mehr geplant. Zur Sicherheit wurde an den wichtigsten Stellen noch einmal Sand aufgefüllt.

"Vor der nächsten Brunnensaison wird der Bereich um die Wasserrinne entsprechend erweitert", sagte Merz. Das heißt, die Reihen der Pflastersteine, die unmittelbar an die Rinne grenzen, werden mit Mörtel wasserfest verfugt. Zudem sollen die Düsen künftig so eingestellt werden, dass weniger Wasser über die eigentliche Rinne hinausläuft.

Auch im Rathaus sieht man das Problem des Vandalismus. Allerdings müsse man für ein attraktives Stadtzentrum auch das eine oder andere Risiko eingehen. "Diebstahl und Vandalismusschäden können unabhängig vom Ort und den Gegebenheiten nie ausgeschlossen werden", so Merz. Er nannte als Beispiele Baustellen mit gelagertem Material, Mobiliar von öffentlichen und privaten Freisitzen, Blumenschmuck und Werbeaufsteller. Die Stadt werde auch weiter konsequent gegen Zerstörungswut vorgehen, sei dabei jedoch darauf angewiesen, den Täter möglichst auf frischer Tat aufzugreifen.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...