Fotograf spürt die Moderne auf

Zum Bauhausjubiläum zeigt die Galerie am Domhof eine Retrospektive. Es geht um zehn Jahre Schaffen des "Bau1Haus"-Fotografen Jean Molitor.

Zwickau.

Die Vernissage am Sonntag in der Galerie am Domhof in Zwickau stieß auf große Resonanz. Unter den rund 140 Kunst- und Architekturfreunden, die gekommen waren, war auch die in Zwickau und Paris lebende Fotografin Li Erben, die das künstlerische Schaffen von Jean Molitor seit drei Jahren verfolgt. Kennengelernt hat sie Molitors Fotografien 2016 bei seiner ersten "Bau1Haus"-Ausstellung im Haus Schulenburg in Gera, wo sie selbst ihre Prominenten-Porträts ausgestellt hatte.

"Jeans Fotos sind großartig", sagte sie. "So etwas gibt es nicht noch einmal auf der Welt, weil es nicht noch einen, im positiven Sinne des Wortes, so Verrückten gibt, der auf der ganzen Welt die Anlehnung an das Bauhaus sucht und findet. Und ich freue mich sehr, dass er mit seinem Projekt einen so großen Erfolg hat, denn allein in Deutschland werden in diesem Jahr noch fünf seiner Ausstellungen eröffnet ", sagte Li Erben. Zudem stellt er ab September in Ankara, Vancouver, Ibiza, Skopje, Havanna und Tirana aus und ist in wichtigen Fotomagazinen mit großen Fotostrecken vertreten.


Seit ihrem Kennenlernen trafen sich die beiden bei Molitors Arbeitsaufenthalten in Zwickau auf einen Kaffee bei der Wahl-Zwickauerin. "Er schreibt mir Nachrichten und schickt mir Bilder über WhatsApp aus aller Welt. So bin ich stets auf dem Laufenden über seine Arbeit", erzählte Li Erben.

Nach der Vernissage, bei der die Leiterin der Galerie, Alexandra Hortenbach, sowie Zwickaus Finanzbürgermeister Bernd Meyer und der Berliner Architekt André Dechan sprachen und das Klang-Farb-Duo Mirela Walla und Bernhard Knobloch für musikalische Höhepunkte sorgte, führte Jean Molitor am Nachmittag 50 Besucher durch die vier Räume, in denen 100 Bilder aus 30Ländern thematisch angeordnet ausgestellt sind. Los geht es im sogenannten Kabinett mit "Sachsen und Deutschland", in der ersten Etage geht es weiter mit "Europa" und der "Welt". Und "Zwickau" befindet sich im Raum dazwischen, inmitten der "Welt" und "Europa".

Gezeigt wird die Ausstellung bis 6.Oktober. Am 25. August, 15 Uhr, hält Architekturhistorikerin Kaija Voss den Vortrag: "Bau1Haus. Zwickau und die Moderne in der Welt". Das zur Ausstellung erschiene Prospekt "Bau1Haus. Zwickau und die Moderne in der Welt" erhält Erläuterungen von Kaija Voss zu fotografischen Themenbereichen sowie Abbildungen aller 100 Bilder mit Angaben des Ortes, des Alters und der Entstehung des Bildes.

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