Freundin erwürgt: Angeklagter schweigt zu Prozessbeginn

Zwickau (dpa/sn) - Weil er seine Freundin im Alkoholrausch erwürgt haben soll, steht ein 49-jähriger Zwickauer seit Freitag vor Gericht. Zum Prozessauftakt am Landgericht Zwickau schwieg der arbeitslose Mann zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft. Demnach soll er die 46-Jährige an einem Abend Anfang Mai diesen Jahres zunächst geschlagen und dann so schwer am Hals gewürgt haben, dass die Frau an mehreren Frakturen im Kehlkopfbereich starb.

Auslöser seien 3000 Euro gewesen, die das Opfer als Bargeld in ihrem Zimmer aufbewahrt hatte. Das Paar wohnte demnach in einem Sozialhaus, in dem alkoholabhängige und obdachlose Menschen unterkommen. Laut Anklageschrift stand der Deutsche unter starkem Alkoholeinfluss. Demnach betrug seine Blutalkoholkonzentration am Morgen beim Eintreffen von Polizei und Notarzt 2,62 Promille. Er selbst hatte die Polizei verständigt.

Deutlich sichtbare Fingerabdrücke am Hals der leblosen Frau hätten sie stutzig gemacht, sagte ein Polizist im Zeugenstand. Mit der Feststellung des Notarztes, dass es sich vermutlich um ein Tötungsdelikt handele, wurde der Mann vorläufig festgenommen. Seitdem sitzt er in Zwickau in Untersuchungshaft. Bis November sind zwei weitere Verhandlungstage geplant.

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