Frische Luft mit Abstand: Nur wenige Verstöße gegen Regeln

Das Wetter hat vor allem am Samstag Spaziergänger, Radler und Jogger ins Freie gelockt. In Zwickau musste ein Supermarkt schließen, weil er die geltenden Hygieneauflagen nicht erfüllt hatte.

Landkreis.

Die meisten Westsachsen halten sich angesichts der Corona-Krise an die verhängten Ausgangsbeschränkungen. Wie das Lagezentrum der Polizeidirektion Zwickau mitteilte, mussten dennoch vor allem am Samstag bei sonnigem Wetter vereinzelt Ermahnungen an Personen ausgesprochen werden. Zudem hatte laut Polizei das Ordnungsamt der Stadt Zwickau am Samstagnachmittag einen Edeka-Markt schließen lassen, da die geforderten Hygieneregeln nicht eingehalten worden sind. Details nannte der Beamte nicht. "Wir haben trotzdem den Eindruck, dass die Leute vernünftig sind", fügte er an.

Das konnte auch Renate Meiner bestätigen, die regelmäßig bei einem Spaziergang am Glauchauer Stausee Erholung sucht. "Ich bin überrascht, wie die Leute die Abstandsregeln einhalten und nur einzeln oder zu zweit unterwegs sind", sagte sie. Ähnlich sah das Janin Weiße, die mit ihrer Tochter ebenso am See frische Luft tankte. "Ich hätte mit mehr Menschen gerechnet", sagte die Glauchauerin, die Verständnis für die Beschränkungen zeigte. Neben Spaziergängern waren auch Radler und Jogger in dem Erholungsgebiet unterwegs. Nur wenige Kilometer weiter im Grünefelder Park in Waldenburg war es noch ruhiger. Wer über den Eichberg in Richtung Park lief, hörte das Vogelgezwitscher umso mehr. Entspannt ging es auch am Wander- und Radweg an der Paradiesbrücke in Zwickau zu. "Es sind nur wenige Leute zu sehen", sagte ein Paar mittleren Alters, das in Eckersbach zu Hause ist. Und eine junge Frau, die ihren Hund an der Leine führte, betonte: "Mein Hund ist sehr aktiv. Da reicht es nicht, um den Block eine Runde zu drehen, der muss länger an die frische Luft."

Viele Kleingärtner starteten in die Saison. "Wir hatten am Samstag Frühjahrsputz. Die Arbeiten erfolgten mit großen Abständen und ohne Pausen, damit die Schrebergärtner nicht zusammenkommen", sagte Manfred Heidner, Chef des Reinsdorfer Kleingärtnervereins "Erholung". Alle Mitglieder seien informiert, dass keine Gäste in die Parzellen dürfen. "Für unseren Gaststätten-Pächter haben wir Soforthilfe beantragt", so Heidner.


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