Fußarbeit für Zwickau

171 Läufer haben beim ersten Spendenlauf am Schwanenteich mehr als 1000 Kilometer zurückgelegt - und ordentlich Geld für die Schwanenstadt gesammelt.

Zwickau.

Gelöster als beim ersten Schwanenteich-Spendenlauf kann die Stimmung bei einer Laufveranstaltung kaum sein. Die Teilnehmer scherzten miteinander, feuerten sich auf der Strecke gegenseitig an und spazierten zwischendurch auch mal ganz entspannt ein paar Meter. Der jüngste Starter, Franz Vetter (2), war gar mit dem Laufrad unterwegs, ohne dass sich jemand daran störte. Denn was da bei typischem Aprilwetter Ende August ablief, war kein Wettbewerb, es war eine Gemeinschaftsaktion von Zwickauern für Zwickauer.

"Freie Presse" und der SV Vorwärts hatten mit Unterstützung der Stadtverwaltung zum 1. Schwanenteich-Spendenlauf gebeten. Insgesamt 171 Läufer kamen. Sie drehten 609Runden für den Bau des neuen Spielplatzes Schwanenstadt - für jede einzelne zahlten sie selbst oder ein Sponsor 5Euro. Am Ende kamen 4200 Euro zusammen, was auch daran lag, dass viele mehr gaben als gefordert. So legte Ines Kuhrau von der SBIK Immobilien- und Beratungsgesellschaft für ihre vier Runden gleich 300 Euro hin. Auf einen anderen Kniff, den Ertrag zu erhöhen, war der Marienthaler Lutz Reinhold gekommen. Er ließ sich jede einzelne Runde von sechs Sponsoren bezahlen, drei Privatleuten und drei ortsansässigen Firmen. Da Reinhold den Schwanenteich auch sechsmal umrundete, lief er stolze 180 Euro in die Spendenkasse.

Die fleißigsten Läufer waren Andreas Krause und Michaela Grimm, die es auf 15 beziehungsweise 14Runden brachten. Oberbürgermeisterin Pia Findeiß, die selbst nicht mitrennen konnte, steckte wie viele andere eine Extraspende in den "Topf". Und auch Volker Schneider, Geschäftsführer des Hauptsponsors ZEV, tauchte am Schwanenteich auf, um stilecht im ZEV-Pullunder eine gemütliche Runde zu absolvieren. Der städtische Energieversorger bezahlte 1000 Euro für alle Läufer und dazu die Runden seiner Mitarbeiter.

Mitveranstalter SV Vorwärts gab für seine Mitglieder ebenfalls noch etwas dazu. Urgestein Uwe Haß zog kurz vor Schluss ein überwiegend positives Fazit: "Für den ersten Spendenlauf war das schon ganz gut. Ein bisschen mehr Teilnehmer hätten es aber ruhig sein können." Ob es am wechselhaften Wetter lag? "Das stört doch einen Läufer nicht", sagte Haß.

Auch Christian Pihl, Dekan der Fakultät Gesundheits- und Pflegewissenschaften der Westsächsischen Hochschule, trotzte Wind und Regen und umrundete den See siebenmal. "Bewegung ist ein wichtiger Faktor, um im Alter fit zu bleiben. Insofern ist das hier genau unser Thema", sagte er. Mit ihren 70Jahren war Karin Behr am Samstag das lebende Beispiel dafür. Sie winkte nach ihren zwei Runden Walking lässig ab: "Für den guten Zweck macht man das gern."

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