Gedenken an Albert Jacob

Eine Gedenktafel erinnert seit Donnerstag am Haus Schlachthofstraße15 in Zwickau an Albert Jacob. Er war am 17. Juni 1944 hingerichtet worden, weil er einen verbotenen Radiosender hörte, über den kriegsgefangene deutsche Wehrmachtssoldaten Grüße an ihre Angehörigen übermittelten. Beim Überbringen der Nachricht aus reiner Menschlichkeit heraus an eine Ehefrau in Altenburg wurde er von dieser denunziert und schließlich zum Tode verurteilt. Der Hobbyhistoriker und Polizeigewerkschafter Sven Hüber - hier mit Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD) - hat das Leben Jacobs recherchiert und in einer Broschüre zusammengefasst. Durch diese Recherche wurde bekannt, dass Albert Jacob von April 1935 bis September 1943 in dem Haus wohnte. 1944 richteten die Bewohnerinnen zwei Gnadengesuche an das Gericht. Albert Jacob wurde unter dem VVN-Denkmal am Schwanenteich bestattet. (nkd)

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